Pallade Veneta - Lage in Waldbrandgebiet Gohrischheide vorerst stabil

Lage in Waldbrandgebiet Gohrischheide vorerst stabil


Lage in Waldbrandgebiet Gohrischheide vorerst stabil
Lage in Waldbrandgebiet Gohrischheide vorerst stabil / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Die Lage in dem Waldbrandgebiet Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg ist bis Samstagmorgen zunächst weitgehend stabil geblieben. Die kühle Nacht habe eine Ausbreitung des Feuers verhindert, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Liebenwerda im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster, Martin Neumann, dem Sender RBB. Die Einsatzkräfte in den ostdeutschen Waldbrandgebieten wurden bei den Löscharbeiten weiterhin auch durch Hubschrauber der Bundespolizei und der Bundeswehr unterstützt.

Textgröße ändern:

Schwieriger als in Brandenburg blieb die Lage aus sächsischer Seite der Landesgrenze. Am Samstagmorgen befanden sich laut einer Mitteilung des Landratsamts Meißen 500 Einsatzkräfte vor Ort. Als kritisch wurde die Situation vor allem im Einsatzabschnitt Joachimsthal bewertet. Dort dauerte demnach die Evakuierung der Ortschaft Jacobsthal Bahnhof an.

Im Einsatzabschnitt Nieska konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, die Ortsverbindungsstraße zwischen Nieska und Heidehäuser zu sichern. Vorgesehen waren in dem Brandgebiet die Einsätze von je zwei Löschhubschraubern der Bundeswehr sowie der Bundespolizei sowie auch von Wasserwerfern der Polizei. Zudem seien Spezialkräfte für Vegetationsbrandbekämpfung aus Sachsen-Anhalt angefordert worden.

Wegen der Rauchentwicklung wurden Anwohnerinnen und Anwohner der Brandgebiete aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Klimaanlagen und Lüftungen abzuschalten. Laut Medienberichten war der Brandgeruch bei Südwind bis nach Berlin wahrzunehmen.

In einem weiteren Brandgebiet bei Gösselsdorf im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt konnten die Feuerwehren eine Ausbreitung verhindern. "Wir haben die Lage gehalten, wie sie gestern war", sagte der Sprecher des Landratsamts, Peter Lahann, dem Sender MDR. Auch hier waren demnach vier Löschhubschrauber im Einsatz.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: