Pallade Veneta - Australische Indigene verlieren richtungsweisenden Klimaprozess gegen Regierung

Australische Indigene verlieren richtungsweisenden Klimaprozess gegen Regierung


Australische Indigene verlieren richtungsweisenden Klimaprozess gegen Regierung
Australische Indigene verlieren richtungsweisenden Klimaprozess gegen Regierung / Foto: TALEI ELU - GRATA FUND/AFP

Indigene, die auf den Torres-Strait-Inseln im Norden Australiens leben, haben einen richtungsweisenden Gerichtsprozess verloren, in dem sie die Regierung für unzureichende Emissionsziele zur Verantwortung ziehen wollten. Die Regierung sei nicht verpflichtet, die niedrig gelegenen Torres-Strait-Inseln vor dem Klimawandel zu schützen, urteilte der australische Bundesgerichtshof am Dienstag (Ortszeit).

Textgröße ändern:

Bundesrichter Michael Wigney kritisierte die Regierung für die Festlegung von Emissionszielen für den Zeitraum zwischen 2015 und 2021, bei der nicht die "besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse" berücksichtigt worden seien. Diese Ziele hätten aber einen geringen Einfluss auf den globalen Temperaturanstieg, fügte er hinzu. "Jegliche zusätzlichen Treibhausgase, die Australien aufgrund der niedrigen Emissionsziele möglicherweise freigesetzt hat, haben nicht mehr als einen kaum messbaren Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur verursacht", betonte Wigney.

"Ich dachte, dass die Entscheidung zu unseren Gunsten ausfallen würde und ich bin schockiert", sagte der Inselbewohner Paul Kabai, der den Prozess mit angestoßen hatte. "Was sollen wir jetzt unseren Familien sagen?"

Die Indigenen hatten vier Jahre lang vor Gerichten gekämpft. Die niedrig gelegenen Torres-Strait-Inseln, auf denen fast 5000 Menschen leben, sind massiv vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht. In einigen Gebieten der Gruppe aus 274 Inseln steigt der Meeresspiegel laut offiziellen Angaben drei Mal schneller als im weltweiten Durchschnitt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Niedersachsen verbietet künftig Anbindehaltung von Rindern

Die bereits seit Langem in der Kritik stehende Anbindehaltung von Rindern soll in Niedersachsen künftig verboten werden. "Das Leid der Rinder, die in Anbindehaltung gehalten werden, muss endlich beendet werden", erklärte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) am Donnerstag. Tierschützer begrüßten, dass Niedersachsen als erstes Bundesland vollständig aus der Anbindehaltung von Rindern aussteige.

EU hofft auf baldigen Abschluss eines Handelsabkommens mit Australien

Nach Handelsverträgen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten und Indien hofft die EU auf den baldigen Abschluss eines weiteren Abkommens mit Australien. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und Agrarkommissar Christophe Hansen empfangen nach Kommissionsangaben am kommenden Donnerstag ein australisches Verhandlungsteam in Brüssel. Der Abschluss könnte in den Wochen danach folgen.

Australischer Junge schwimmt vier Stunden im Meer und rettet abgetriebene Familie

In Australien ist ein Teenager vier Stunden lang vom offenen Meer an die Küste geschwommen, um seine Familie zu retten. Der 13-jährige Austin Appelbee legte vier Kilometer im Meer zurück, nachdem er mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern vor der Südwestküste Australiens abgetrieben worden war. Am Strand alarmierte er dann die Rettungskräfte. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion lobten diese am Dienstag die "übermenschlichen" Überlebensinstinkte des Jungen.

Für weniger Importe aus China: USA legen Rohstoffreserve an

Die USA wollen eine Rohstoffreserve für die Industrie aufbauen und damit unabhängiger von China werden. Dafür sei eine Anschubfinanzierung von fast zwölf Milliarden Dollar (rund zehn Milliarden Euro) geplant, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Präsident Donald Trump wollte den Plan demnach in Kürze verkünden.

Textgröße ändern: