Pallade Veneta - Frankreich: Eine Million Unterschriften für Petition gegen Wiedereinführung von Pestizid

Frankreich: Eine Million Unterschriften für Petition gegen Wiedereinführung von Pestizid


Frankreich: Eine Million Unterschriften für Petition gegen Wiedereinführung von Pestizid
Frankreich: Eine Million Unterschriften für Petition gegen Wiedereinführung von Pestizid / Foto: Christophe ARCHAMBAULT - AFP/Archiv

Eine Petition gegen die Wiedereinführung eines verbotenen Pestizids in Frankreich hat mehr als eine Million Unterstützer gefunden. Die Schwelle von 500.000 Unterschriften wurde bereits am Samstag überschritten, bis zum Sonntag wurde dann die Millionen-Marke geknackt, wie auf der Website der französischen Nationalversammlung zu sehen war. Das Parlament hatte am 8. Juli die Wiedereinführung des Insektizids Acetamiprid beschlossen. Der Wirkstoff wird von Kritikern als "Bienen-Killer" bezeichnet.

Textgröße ändern:

Wenige Tage nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Wiedereinführung von Acetamiprid hatte die 23-jährige Studentin Eléonore Pattery die Petition gestartet. Sie bezeichnete den Beschluss des Parlaments als "wissenschaftlichen, ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Fehltritt". Acetamiprid war im Jahr 2018 in Frankreich verboten worden, ist innerhalb der EU jedoch weiterhin legal.

Eine Petition löst in Frankreich nicht automatisch eine Überprüfung eines Gesetzes aus. Wenn ein solches Vorhaben aber 500.000 Unterstützer erhält, kann die Nationalversammlung eine Debatte über die Petition abhalten. In der jüngeren französischen Geschichte war dies noch nie der Fall. Die Petition gegen das Pestizid war auch durch Schauspieler und mehrere linksgerichtete Abgeordnete unterstützt worden.

Die Vorsitzende der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, sagte am Sonntag im Sender Franceinfo, sie befürworte eine Debatte über die Petition. Änderungen an dem von den Abgeordneten beschlossenen Gesetz schloss sie aber aus.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: