Pallade Veneta - Rekord-Regenfälle: Mehr als eine halbe Million Menschen in Japan in Gefahr

Rekord-Regenfälle: Mehr als eine halbe Million Menschen in Japan in Gefahr


Rekord-Regenfälle: Mehr als eine halbe Million Menschen in Japan in Gefahr
Rekord-Regenfälle: Mehr als eine halbe Million Menschen in Japan in Gefahr / Foto: Philip FONG - AFP/Archiv

Japans Behörden haben angesichts von lebensgefährlichen Regenmassen im Süden des Landes mehr als eine halbe Million Menschen zum Verlassen ihrer Häuser oder anderen Vorsichtsmaßnahmen aufgefordert. In Kagoshima wurden "schwere Regenfälle" erwartet, die die Region "noch nie zuvor erlebt hat", warnte ein Vertreter der Wetterbehörde am Freitag. "Leben sind in Gefahr", fügte er hinzu. Der Wetterdienst gab die höchste Warnstufe aus.

Textgröße ändern:

Örtlich wurde einem Medienbericht zufolge bereits ein erster Niederschlagsrekord vermeldet. Mehrere Gebiete waren laut Regierung überflutet.

Die Menschen sollten nicht auf die Anweisungen von lokalen Behörden warten, sondern sich von Flüssen und Abhängen entfernen, warnte der Wetterdienst. Der Katastrophenschutz rief rund 530.000 Menschen in Kagoshima und in der benachbarten Region Miyazaki dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

In der Stadt Aira in Kagoshima wurde ein Haus durch einen Erdrutsch zum Einsturz gebracht. Zwei Menschen konnten gerettet werden, eine weitere mutmaßliche Bewohnerin wurde noch vermisst. Dem japanischen Sender NHK zufolge stützten in der Region mehrere Häuser ein.

Die heftigen Regenfälle folgen auf eine Hitzewelle in großen Teilen Japans. In dieser Woche wurde dabei ein neuer Hitzerekord von 41,8 Grad Celsius aufgestellt.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: