Pallade Veneta - Brandenburg registriert bislang größten Vogelgrippeausbruch bei Kranichen

Brandenburg registriert bislang größten Vogelgrippeausbruch bei Kranichen


Brandenburg registriert bislang größten Vogelgrippeausbruch bei Kranichen
Brandenburg registriert bislang größten Vogelgrippeausbruch bei Kranichen / Foto: Ralf Hirschberger - AFP/Archiv

In Brandenburg und anderen Bundesländern registrieren die Behörden derzeit den bislang größten Ausbruch von Vogelgrippe bei Wildvögeln. Das in seiner Größenordnung bislang einmalige Seuchengeschehen betreffe vor allem Kraniche, deren Herbstzug sich derzeit auf dem Höhepunkt befinde, teilte das Landesumweltamt am Mittwoch in Potsdam mit. Daher sei mit einer signifikanten Zunahme der Todesfälle sowie einer raschen Verbreitung in Mitteleuropa und auf dem Zugweg nach Spanien zu rechnen.

Textgröße ändern:

Bislang verendeten laut Umweltamt schätzungsweise tausend Kraniche. Das Infektionsgeschehen tritt demnach sehr schnell auf, dennoch ist eine Flugfähigkeit der frisch infizierten Vögel bis zum Beginn von Symptomatik möglich. Gefährdet sind laut Behörden auch andere Wildvögel wie die gefährdeten Großtrappen, aber auch Geflügelhaltungen entlang der Flugwege.

So wurde im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark laut Mitteilung vom Dienstag ein Vogelgrippeausbruch in einem Putenbetrieb festgestellt. 6200 Tiere mussten getötet werden. Bereits vor eineinhalb Wochen mussten 2900 Enten in einem Betrieb im Landkreis Märkisch-Oderland geschlachtet werden. Auch in Geflügelhaltungen in weiteren Bundesländern wurden Fälle registriert, etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen und Thüringen.

Bei einem Ausbruch werden eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern eingerichtet. Innerhalb der Schutzzone dürfen die Tiere den Stall nicht mehr verlassen, zudem müssen strenge Hygienemaßnahmen umgesetzt werden. Innerhalb der Überwachungszone müssen die Tiere der zuständigen Behörde gemeldet und genau beobachtet werden. Geflügel, Fleisch und Eier dürfen beide Zonen nicht verlassen.

C.Conti--PV

Empfohlen

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Buckelwal in offene Nordsee gebracht - Weiterer Verbleib aber zunächst unklar

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist am Samstagmorgen am Skagerrak von seinem Transportkahn in die offene Nordsee gelangt. Von Seiten der privaten Rettungsinitiative hieß es, das Tier sei frei und zunächst zumindest auch in die richtige Richtung geschwommen. Allerdings blieben eine Reihe von Fragen offen, zumal über erhoffte Peilsignale vorerst nichts bekannt wurde.

Textgröße ändern: