Pallade Veneta - Ein Jahr nach Flutkatastrophe in Spanien: Gedenken an 237 Opfer - Wut über Krisenmanagement

Ein Jahr nach Flutkatastrophe in Spanien: Gedenken an 237 Opfer - Wut über Krisenmanagement


Ein Jahr nach Flutkatastrophe in Spanien: Gedenken an 237 Opfer - Wut über Krisenmanagement
Ein Jahr nach Flutkatastrophe in Spanien: Gedenken an 237 Opfer - Wut über Krisenmanagement / Foto: Oscar DEL POZO - AFP

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe in Spanien haben bei einer staatlichen Trauerfeier in Valencia der mehr als 230 Todesopfer gedacht worden. An der Zeremonie nahmen neben hunderten Angehörigen auch der spanische König Felipe VI., Königin Letizia und Regierungschef Pedro Sánchez teil.

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Der Regionalpräsident von Valencia, Carlos Mazón, wurde kurz vor Beginn der Gedenkfeier wegen seines Umgangs mit der Flutkatastrophe von Angehörigen als "Mörder" und "Feigling" bezeichnet. Als die Veranstaltung endete, beschimpften sie ihn erneut mit Rufen wie "Tritt zurück!" und "Du gehörst ins Gefängnis!". Die Familien der Opfer hatten Mazón zuvor aufgefordert, der Trauerfeier fernzubleiben.

Der Regionalpräsident steht wegen seines Krisenmanagements nach der Katastrophe vom 29. Oktober 2024 in der Kritik. Seine Regionalverwaltung verschickte Warnmeldungen an die Handys von Einwohnern, als die Überschwemmungen an einigen Orten bereits begonnen hatten. Die Warnung kam mehr als zwölf Stunden nachdem die nationale Wetterbehörde die höchste Warnstufe für Starkregen ausgerufen hatte. Rufe nach seinem Rücktritt hat Mazón stets zurückgewiesen.

König Felipe, der sich selten politisch äußert, bezog sich in seiner Rede bei der Trauerfeier indirekt auf die Kontroverse: Er betonte, dass die "Ursachen und Umstände der Tragödie" weiterhin untersucht werden müssten. Dadurch könnten die "notwendigen Lehren" gezogen werden, um "unsere Fähigkeit zu verbessern, anderen großen Katastrophen in Zukunft zu begegnen".

Starke Regenfälle hatten vor einem Jahr im Osten und Süden Spaniens zu massiven Überschwemmungen geführt, besonders hart traf es die Provinz Valencia. Insgesamt kamen 237 Menschen ums Leben, es war die schlimmste Katastrophe dieser Art in Spanien seit Jahrzehnten.

Nach der Flutkatastrophe haben in Valencia immer wieder Menschen aus Wut über das Krisenmanagement der Behörden protestiert. Am vergangenen Samstag versammelten sich in Valencia mehr als 50.000 Demonstranten und forderten Mazóns Rücktritt.

C.Grillo--PV

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