Pallade Veneta - Erstmals nachgewiesen: Heringe kehren zum Laichen an Geburtsort zurück

Erstmals nachgewiesen: Heringe kehren zum Laichen an Geburtsort zurück


Erstmals nachgewiesen: Heringe kehren zum Laichen an Geburtsort zurück
Erstmals nachgewiesen: Heringe kehren zum Laichen an Geburtsort zurück / Foto: Alessandro RAMPAZZO - AFP/Archiv

Auch Heringe kehren zum Laichen an ihren Geburtsort zurück. Das belegt erstmals eine am Montag veröffentlichte Studie des Thünen-Instituts für Ostseefischerei in Braunschweig. Der Atlantische Hering hält es bei der Fortpflanzung demnach wie Zugvögel, Meeresschildkröten oder Lachse, die ebenfalls Jahr für Jahr an die Orte ihrer Geburt zurückkehren.

Textgröße ändern:

Die meisten Heringe der westlichen Ostsee schwimmen demnach zum Laichen mit hoher Wahrscheinlichkeit genau in jene Buchten, Lagunen und Flussmündungen, in denen sie selbst schlüpften. Dazu zählt zum Beispiel der Greifswalder Bodden.

Für die Studie erstellten die Forschenden eine Art chemischen Fingerabdruck aus den Gehörsteinen der Fische und nahmen Genanalysen vor, um Herkunft und Fortpflanzungswanderungen der Tiere bestimmen zu können. Im Ergebnis kehren 56 bis 73 Prozent der Heringe zur Fortpflanzung in ihr Geburtsgebiet zurück. Die Wissenschaftler sehen darin ein wichtiges Argument für den Schutz von Küstenlebensräumen.

L.Barone--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: