Pallade Veneta - Papst Leo XIV. richtet Appell an Verhandler bei Weltklimakonferenz in Belém

Papst Leo XIV. richtet Appell an Verhandler bei Weltklimakonferenz in Belém


Papst Leo XIV. richtet Appell an Verhandler bei Weltklimakonferenz in Belém
Papst Leo XIV. richtet Appell an Verhandler bei Weltklimakonferenz in Belém / Foto: Filippo MONTEFORTE - AFP

Papst Leo XIV. hat sich mit einem Appell in die Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz eingeschaltet. Die Verhandler im brasilianischen Belém müssten zeigen, dass sie "unerschütterlich" hinter dem Pariser Klimaabkommen und der Klimazusammenarbeit stünden, sagte das Kirchenoberhaupt in einer am Montag veröffentlichten Video-Botschaft an die Teilnehmer der COP30. Das Pariser Abkommen habe "zu echten Fortschritten geführt" und bleibe "das beste Mittel, um die Menschen und den Planeten zu schützen".

Textgröße ändern:

Das vor zehn Jahren vereinbarte Pariser Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte zu Beginn der Klimaverhandlungen in Belém gesagt, die internationale Gemeinschaft sei bei der Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze "gescheitert". Klimawissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass eine Überschreitung der 1,5-Grenze über Jahre hinweg praktisch nicht mehr zu verhindern ist. Bei entsprechenden Maßnahmen könnte die Erde demnach aber am Ende des Jahrhunderts auf den 1,5-Grad-Pfad zurückkehren.

Leo XIV. erklärte, es sei "noch Zeit", einen dauerhaften Temperaturanstieg von mehr als 1,5 Grad zu verhindern - "aber das Fenster schließt sich". "Als Hüter der Schöpfung Gottes sind wir aufgerufen zu handeln", mahnte das Oberhaupt der Katholiken.

Am Montag hatte die zweite und entscheidende Woche der UN-Klimakonferenz COP30 begonnen. Die Verhandler aus rund 190 Staaten ringen insbesondere um ehrgeizigere Klimaschutzmaßnahmen etwa in Form eines Fahrplans zur Abkehr von fossilen Energien sowie um die Klimafinanzierung für ärmere Länder.

UN-Klimasekretär Simon Stiell sprach von einer "starken Botschaft" des Papstes. "Seine Worte rufen uns dazu auf, weiter die Hoffnung und das Handeln zu wählen" und Menschen in aller Welt zu unterstützen, die als Folge der Erderwärmung "bereits unter Überflutungen, Trockenheit, Stürmen und unaufhörlicher Hitze" litten.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Rekord-Hitzewelle im Westen der USA zieht in Richtung Osten weiter

Hochsommertemperaturen mitten im März: Die historisch frühe Hitzewelle im Westen der USA ist weiter in Richtung Osten gezogen. Dutzende Bundesstaaten von Kalifornien bis zum zentraler gelegenen Colorado verzeichneten am Samstag laut dem Nationalen Wetterdienst NWS nie dagewesene Rekordwerte für den Monat März. Bis zu 35 Grad Celsius wurden laut Wetterexperten zudem in Missouri, Nebraska und Kansas verzeichnet - Bundesstaaten im Mittleren Westen, in denen wenige Tage zuvor teils noch Minusgrade herrschten. Für einige Regionen gab der Wetterdienst eine Hitzewarnung aus.

Rekord-Hitzewelle zieht vom Westen der USA weiter in Richtung Osten

Extremtemperaturen binnen weniger Tage: Die historisch frühe Hitzewelle im Westen der USA ist weiter in Richtung Osten gezogen. Dutzende Bundesstaaten von Kalifornien bis zum zentraler gelegenen Colorado verzeichneten am Samstag laut Nationalem Wetterdienstes NWS Rekordwerte für den Monat März. Bis zu 35 Grad Celsius wurden laut Wetterexperten zudem in Missouri, Nebraska und Kansas verzeichnet - Bundesstaaten im Mittleren Westen, in denen wenige Tage zuvor teils noch Minusgrade herrschten.

Deutschlands Gletscher schmelzen in Rekordtempo - Verschwinden absehbar

Deutschlands Gletscher schmelzen im Rekordtempo. Seit dem Jahr 2023 büßten die Eisflächen in den bayerischen Alpen mehr als ein Viertel ihrer Fläche ein, wie die Hochschule München und die Bayerische Akademie der Wissenschaften am Donnerstag unter Verweis auf neue Messungen vom Herbst mitteilten. Insgesamt verloren die Gletscher in nur zwei Jahren rund eine Million Kubikmeter Eis.

Trump erwartet von Japan mehr Einsatz im Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump erwartet von Japan mehr Engagement im Iran-Krieg. Trump sagte am Donnerstag bei einem Treffen mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi im Weißen Haus, er habe Zusicherungen erhalten, dass Japan "wirklich Verantwortung übernehme". Er fügte hinzu: "Im Gegensatz zur Nato".

Textgröße ändern: