Pallade Veneta - Verkehrsunternehmen fordern 69-Euro-Ticket für den ÖPNV

Verkehrsunternehmen fordern 69-Euro-Ticket für den ÖPNV


Verkehrsunternehmen fordern 69-Euro-Ticket für den ÖPNV
Verkehrsunternehmen fordern 69-Euro-Ticket für den ÖPNV / Foto: STEFANIE LOOS - AFP

Der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) fordert im Anschluss an das Neun-Euro-Ticket das 69-Euro-Ticket. Auch in Zukunft solle es eine einheitliche Flatrate für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ganz Deutschland geben, erklärte der VDV. "Das muss schnell entschieden werden, wir können nicht bis zum Herbst warten", sagte der VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Freitag.

Textgröße ändern:

Die Kosten für ein 69-Euro-Ticket schätzt der VDV auf etwa zwei Milliarden Euro im Jahr - das wäre weniger als die 2,5 Milliarden Euro, die der Bund den Ländern als Ausgleich für die entgangenen Ticketeinnahmen in den drei Monaten des Neun-Euro-Tickets überweist. Zur Finanzierung brachte VDV-Hauptgeschäftsführer Wolff die Idee eines weiteren Sondervermögens wie für die Bundeswehr ins Spiel.

Grünen-Chefin Ricarda Lang signalisierte Unterstützung für eine Nachfolgeregelung: "Über das Modell werden wir in der Koalition beraten, klar ist aber: Es braucht eine Anschlussregelung, die wie vom Bundesverkehrsminister vorgeschlagen möglichst bundeseinheitlich gilt und dabei günstig ist, also auch sozial", sagte sie der "FAZ". Dabei stehe die Regierung aber vor der Aufgabe, zwei Ziele gleichzeitig erreichen zu müssen. "Wir wollen ein günstiges Ticket und gleichzeitig die Qualität des Angebots verbessern, das heißt in die Infrastruktur investieren."

Das Neun-Euro-Ticket läuft Ende August aus; es ist Teil des ersten Entlastungspakets der Regierung in Reaktion auf den Ukraine-Krieg. Im Juni nutzten laut VDV 31 Millionen Menschen den günstigen Tarif, unter ihnen zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten, die das vergünstigte Ticket automatisch erhalten.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Studie: Deutsche sorgen sich ums Klima – Umweltängste in 80ern waren aber größer

Die Bundesbürger machen sich wegen des Klimawandels deutlich mehr Sorgen als noch vor 16 Jahren - sie liegen aber unter dem Niveau der Ängste vor Umweltschäden in den 1980er Jahren. Das zeigt eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) durch das DIW Berlin, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) vorlag. Dabei zeigen jüngere Jahrgänge sich grundsätzlich deutlich besorgter über die Auswirkungen des Klimawandels als ältere.

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Textgröße ändern: