Pallade Veneta - Teile West- und Südeuropas kämpfen weiter gegen Hitze und Brände

Teile West- und Südeuropas kämpfen weiter gegen Hitze und Brände


Teile West- und Südeuropas kämpfen weiter gegen Hitze und Brände
Teile West- und Südeuropas kämpfen weiter gegen Hitze und Brände / Foto: JORGE GUERRERO - AFP

Hitze und Brände haben Teile von West- und Südeuropa weiter fest im Griff: In Frankreich, Spanien und Portugal kämpften die Feuerwehrleute am Samstag weiter gegen mehrere Waldbrände. Allein im Südwesten Frankreichs vernichteten die Brände nach Angaben der Behörden seit Dienstag mehr als 9000 Hektar Wald, rund 12.000 Menschen mussten bislang in Sicherheit gebracht werden.

Textgröße ändern:

In der Nähe der Dune de Pilat bei Bordeaux, Europas höchster Wanderdüne, gab es nach Angaben des Bürgermeister des kleinen Ferienorts Teste-de-Buch neue Brände in Strandnähe. In der Region der Gemeinde selbst konnte die Feuerwehr nach eigenen Angaben die Flammen eindämmen, aber noch nicht unter Kontrolle bringen.

Weiter landeinwärts, in der Nähe der Gemeinde Landiras, blieb die Lage angespannt. Dort vernichteten die Flammen laut Präfektur allein seit Freitagabend tausend weitere Hektar. Die Staatsanwaltschaft vermutete Brandstiftung als Ursache.

In Spanien wüteten am Samstag immer noch dutzende Brände. In der Region Extramadura an der Grenze zu Portugal musste ein Abschnitt der Autobahn A5 nach Madrid am Morgen gesperrt werden. Zur gleichen Zeit wurden in der Nähe von Málaga im Süden Andalusiens mehr als 3000 Menschen vorsorglich vor einem Brand in Sicherheit gebracht.

Der Wetterdienst gab für praktisch ganz Spanien Hitzewarnungen aus. In vielen Regionen dürften die Temperaturen demnach mehr als 40 Grad Celsius erreichen, an manchen Orten sogar bis zu 44 Grad.

In Portugal gab es am Samstag nur für die Algarve keine Hitzewarnung. Für den Rest des Landes sagte der Wetterdienst Temperaturen von stellenweise bis zu 42 Grad Celsius voraus.

Dagegen schien sich die Lage bei den Bränden beruhigt zu haben: Am Mittag war nach Angaben der Behörden nur noch ein großer Brand im Norden des Landes zwischen den Gemeinden Baião und Amarante aktiv.

Nach Angaben des Zivilschutzes vernichteten die Brände in Portugal seit Beginn der Hitzewelle zwischen 12.000 und 15.000 Hektar Wald- und Buschland. Zwei Menschen kamen ums Leben, darunter der Pilot eines Löschflugzeuges, dessen Maschine am Freitag bei der Bekämpfung eines Waldbrands im Nordosten des Landes abgestürzt war.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Hitzewelle in Frankreich: Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich hat der Kraftwerkbetreiber EDF das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte EDF am Dienstag mit. Das Wasser im Fluss Garonne droht, den Grenzwert von 28 Grad zu überschreiten. Das Atomkraftwerk nutzt das Wasser des Flusses, um die Reaktoren zu kühlen und leitet es erwärmt in den Fluss zurück.

Verbände: Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen bringt 20 Milliarden Euro

Ein Bündnis von BUND, Klima-Allianz Deutschland und Auto Club Europa (ACE) fordert von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), auf den Neubau zusätzlicher Autobahnen und Bundesstraßen zu verzichten und einen "klaren Fokus auf den Erhalt" zu setzen. Der Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen berge ein Einsparpotenzial von 20 Milliarden Euro, erklärten die Verbände am Dienstag. Das zeige eine Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen

Die Hitzewelle hat Europa weiter fest im Griff - an mehreren Orten kletterte das Thermometer am Montag auf über 40 Grad. In Frankreich galt für mehr als die Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot. Die französischen Behörden meldeten mehrere Hitzetote und mehr als ein Dutzend tödliche Badeunfälle. In Frankreich und Belgien wurden wegen der Hitze Züge gestrichen, auch für England galten Hitzewarnungen. Mit Abkühlung wird erst für Ende der Woche gerechnet.

Massive ukrainische Angriffe auf die Krim - Russische Behörden stellen Treibstoffverkauf ein

Nach massiven ukrainischen Angriffen auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim ist der Verkauf von Treibstoff dort nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden eingestellt worden. Seit 9.00 Uhr (Ortszeit, 8.00 Uhr MESZ) werde kein Treibstoff mehr verkauft, teilte Gouverneur Sergej Aksjonow am Sonntag mit. Bei den Angriffen wurden Aksjonow zufolge vier Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Angriffen auf beiden Seiten der Krim-Brücke, die das russische Festland und die Halbinsel verbindet.

Textgröße ändern: