Pallade Veneta - Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen

Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen


Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen
Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise fordern die Grünen zusätzliche Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger bei Deutschlandticket, Stromkosten und dem Einbau klimafreundlicher Heizungen. Bundeskanzler "Friedrich Merz muss heute beim Koalitionsausschuss Lösungen vorlegen, um das Leben wieder bezahlbar zu machen", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dafür müsse die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern verringert werden.

Textgröße ändern:

"Wir spüren schon wieder mit voller Wucht, wie die Abhängigkeit von Öl und Gas unser Leben verteuert", sagte Dröge. "Der Preis fürs Deutschlandticket muss runter, das gebrochene Stromsteuer-Versprechen endlich eingelöst werden und die Förderung für den Heizungstausch verbessert werden", forderte sie weiter. Zudem gehörten Gesetzespläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), welche die fossile Abhängigkeit noch vergrößern würden, "in die Tonne".

Ein Vorgehen gegen die hohen Preise für Benzin, Gas und Öl verlangte zudem Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch. "Es ist Zeit für eine Übergewinnsteuer, um die Krisen-Gewinne abzuschöpfen", sagte er AFP. Die Grünen-Klimaexpertin Julia Verlinden forderte Union und SPD auf, "ihren Schmusekurs mit den Öl- und Gaskonzernen" zu beenden. Stattdessen müsse die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm, das bis zum 25. März vorliegen muss eine "Kehrtwende zu mehr Erneuerbarer Energie" vornehmen.

"Mehr Schutz für ein bezahlbares Leben – raus aus der fossilen Kostenfalle" heißt es in einem gemeinsamen Autorenpapier von Dröge, Audretsch und Verlinden, das AFP vorliegt. "Der Krieg im Iran führt uns erneut vor Augen, wie gefährlich die Abhängigkeit von Öl und Gas ist", betonen darin die Grünen.

Mit Blick auf Gesetzesvorhaben Reiches warnen sie davor, die "heimische Wind- und Solarenergie ausgerechnet jetzt abzuwürgen". Dies käme alle teuer zu stehen "und würde die Chancen auf wirtschaftliche Erholung empfindlich beschädigen", heißt es in dem Papier.

"Zukunftsbranchen wie Wärmepumpen oder Elektroautos brauchen eine entschlossene Unterstützung der Politik", fordern die beteiligten Politikerinnen und Politiker stattdessen. "Das Leben muss wieder bezahlbar werden. Deutschland muss unabhängiger werden und auf den Pfad der Klimaziele zurückkehren."

Bekräftigt werden in dem Papier die Forderungen Grünen nach einer Senkung der Stromsteuer für alle, einem Solarbonus mit kostenlosem Sonnenstrom für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie einem höheren Bundeszuschuss für das Deutschlandticket, um dieses günstiger anbieten zu können. Auch die Förderung für den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen soll demnach erhöht werden.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: