Pallade Veneta - Gestrandeter Wal: Rettungsaktion wird fortgesetzt - Initiator hoffnungsvoll

Gestrandeter Wal: Rettungsaktion wird fortgesetzt - Initiator hoffnungsvoll


Gestrandeter Wal: Rettungsaktion wird fortgesetzt - Initiator hoffnungsvoll
Gestrandeter Wal: Rettungsaktion wird fortgesetzt - Initiator hoffnungsvoll / Foto: Danny GOHLKE - AFP/Archiv

Die private Rettungsaktion für den an der Ostseeküste festliegenden Wal ist am Sonntag fortgesetzt worden. Auf Livestreams im Internet war am Morgen zu sehen, wie Helfer auf einer schwimmenden Plattform neben dem Tier die Arbeit aufnahmen. Nach Angaben der Initiatoren war am Samstag von dem schwimmenden Bagger aus mit Hilfe einer Pumpe der Sand unter dem Meeressäuger weggespült worden.

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Die Rettungsinitiative will das seit Wochen in der Ostsee umherirrende Tier mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in die Nordsee oder den offenen Atlantik schleppen. Hinter der Initiative steht neben der Unternehmerin Karin Walter-Mommert auch der Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz.

Gunz sagte der "Bild"-Zeitung, nach "noch notwendigen Untersuchungen" solle der Buckelwal am Sonntag "in die richtige Richtung" bewegt werden. "Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen."

Eigentlich hätte der Abtransport des Wals in Richtung Nordsee bereits am Freitag beginnen sollen. Die Initiatoren warfen den Behörden vor, die Rettungsaktion mit immer neuen Auflagen zu behindern. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD hatte am Freitag klargestellt, dass das Land keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt habe, weil es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Die Aktion werde aber geduldet.

Der Wal lag am Sonntagmorgen weiter mit Tüchern bedeckt im hüfthohen Wasser vor der Insel Poel. Immer wieder stieg seine ausgeatmete Atemluft hoch. Am Samstag hatten die Helfer das Tier am Maul untersucht. Dabei kam auch ein Endoskop zum Einsatz. Der Buckelwal hat Reste eines Fischernetzes im Maul, die bislang nur teilweise entfernt werden konnten.

Der Wal irrt seit Anfang März vor der Ostseeküste umher. Er strandete mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zuletzt setzte er sich vor rund zweieinhalb Wochen bei Poel auf Grund. Das Landesumweltministerium und von diesem hinzugezogene Fachleute kamen zu dem Schluss, dass das Tier in einem sehr schlechtem Zustand und wohl schwer krank oder sogar sterbend sei. Mehrfachstrandungen gelten demnach in Fachkreisen als ein Zeichen für massive Schwierigkeiten.

Die Tierärztin Janine Bahr van Gemmert äußerte hingegen am Samstag vor Journalisten auf der Insel Poel die Erwartung, dass der Wal eine "reelle Chance" zum Überleben habe. Er sei "munter" und "aktiv".

O.Pileggi--PV

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