Pallade Veneta - Kampf gegen Klimawandel: Frankreichs Friedhöfe sollen grüner werden

Kampf gegen Klimawandel: Frankreichs Friedhöfe sollen grüner werden


Kampf gegen Klimawandel: Frankreichs Friedhöfe sollen grüner werden
Kampf gegen Klimawandel: Frankreichs Friedhöfe sollen grüner werden / Foto: Fred TANNEAU - AFP/Archiv

Der Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels betrifft nun auch französische Friedhöfe: Mehrere Pariser Vorstädte versuchen derzeit, die für Frankreich typischen Grabsteinwüsten zu begrünen und so kleine innerstädtische Oasen zu schaffen. "In der Stadt gibt es nicht viele freie Flächen, die sich begrünen lassen. Aber die Friedhöfe gehören auf jeden Fall dazu", sagt Martin Hendel vom Institut für Energien von morgen.

Textgröße ändern:

Die Stadt Montreuil im Osten von Paris hat bereits vor zehn Jahren mit der Umgestaltung ihres Friedhofs begonnen und sieht nun die Erfolge. Das 27 Kilometer lange Wegenetz wurde mit Bäumen bepflanzt, deren Schatten neue Besucher anziehen. "Sonntagmorgens kommen häufig Papas mit ihren Babys", berichtet Thierry Marteau von der Friedhofsverwaltung.

"Vor ein paar Jahren gab es hier nicht einen einzigen Grashalm, nur Steine", erinnert er sich. Die asphaltierten Wege wurden verschmälert, um ihre Ränder mit Grasflächen zu begrünen. Sobald eine Konzession für ein Grab ausgelaufen ist, wird die Grabsteinplatte entfernt, um Platz für Pflanzen zu schaffen.

Andere Städte im Großraum Paris haben ebenfalls damit begonnen, ihre Friedhöfe grüner zu machen. Allerdings betrifft der Wandel bislang nur die Friedhofsanlage, nicht die Gräber selbst. Im Unterschied zu Deutschland sind diese in Frankreich meist mit Steinplatten bedeckt. Darauf stehen hin und wieder Blumengestecke, meist jedoch nur Plastikblumen.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Inselparadies in Kenia fürchtet Folgen von gigantischem Raffinerieprojekt

Tourismus oder Industrie? Umwelt oder Öl? Der Startschuss für das größte Industrieprojekt aller Zeiten im ostafrikanischen Kenia bring die malerische Insel Lamu in eine Zwickmühle. Während sich die Bewohner des auch bei Prominenten beliebten Eilands durch die geplante Mega-Raffinerie teils überrumpelt fühlen, setzt die Regierung auf Fortschritt. Getrübt wird die Hoffnung auf Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze allerdings auch von der Sorge um wertvolle Ökosysteme.

"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent

Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

Textgröße ändern: