Pallade Veneta - Portugal und Spanien kämpfen weiter gegen Waldbrände

Portugal und Spanien kämpfen weiter gegen Waldbrände


Portugal und Spanien kämpfen weiter gegen Waldbrände
Portugal und Spanien kämpfen weiter gegen Waldbrände / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP

Feuerwehrleute in Spanien und Portugal haben am Mittwoch weiter gegen massive Waldbrände angekämpft. Über Frankreich gingen hingegen nach wochenlanger Dürre heftige Gewitter mit starkem Wind und Hagel nieder.

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Ein bedeutendes Feuer im Zentrum Portugals war am 6. August in der Nähe der Stadt Covilha nahe dem Naturschutzgebiet Serra da Estrela ausgebrochen. Nachdem es am Wochenende unter Kontrolle gebracht worden war, war es am Montag erneut ausgebrochen und breitete sich durch starken Wind angefacht weiter aus. Nach Behördenangaben wurden bislang 24 Menschen durch das Feuer verletzt, drei von ihnen schwer.

Inzwischen haben die Flammen nach Behördenangaben rund 25.000 Hektar Wald zerstört. Rund 1200 Feuerwehrleute mit 340 Löschfahrzeugen und 14 Flugzeugen und Hubschraubern kämpften am Mittwoch weiter gegen die Flammen. "90 Prozent des Brandumfangs sind inzwischen unter Kontrolle", sagte der Leiter des Zivilschutzes, André Fernandes.

Der Waldbrand ist der bislang größte dieses Sommers in Portugal. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der Brandstiftung, nachdem das Feuer am Montag gleichzeitig an drei verschiedenen Orten wieder aufgeflammt war.

Die Feuerwehr hofft, das Feuer bis Freitag unter Kontrolle zu bringen, bevor die Temperaturen erneut steigen. "Wir sind noch nicht am Ende dieser kritischen Brandperiode", warnte Innenminister José Luis Carneiro am Mittwoch. "Wir werden ab Samstag in eine dritte Hitzewelle eintreten", die voraussichtlich bis September andauern werde.

Am Nachmittag beschäftigte ein weiterer Brandausbruch die Rettungskräfte in der Gegend von Caldas da Rainha im Zentrum des Landes. Dort starb ein Feuerwehrmann an einem Herzinfarkt.

Im Nachbarland Spanien kämpft vor allem die Region Valencia mit Großbränden. Das Feuer in Bejís, 70 Kilometer nordwestlich von der Stadt Valencia gelegen, hatte sich seit dem Ausbruch am Montag rasch ausgebreitet. Nach Angaben von Regionalbeamten verbrannte es 10.000 Hektar Land, 1500 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Etwa 200 Kilometer weiter südlich in Vall de Ebo verschafften Regen und Hagel den Feuerwehrleuten eine kleine Verschnaufpause bei dem Feuer, dass mehr als 11.000 Hektar verwüstete.

Über Frankreich zogen nach wochenlanger Dürre heftige Gewitter mit starkem Wind und Hagel hinweg. Am Mittwochabend galt nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France noch für vier Départements im Südosten des Landes Alarmstufe Orange.

Besonders heftig waren die Gewitter in den Städten Lyon und Saint-Étienne in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Im Norden von Saint-Étienne sorgten Regen und Hagel am Mittwoch für Behinderungen im Auto- und Zugverkehr. Im Süden von Lyon kam es zu Überschwemmungen.

Für die Feuerwehr, die im Südwesten Frankreichs in den vergangenen Wochen gegen mehrere Waldbrände kämpfte, brachte der Regen indes Erleichterung. Dort sind die meisten Feuer inzwischen eingedämmt.

B.Cretella--PV

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