Pallade Veneta - Umweltverbände sehen nur begrenzte Fortschritte bei Bonner Klimagesprächen

Umweltverbände sehen nur begrenzte Fortschritte bei Bonner Klimagesprächen


Umweltverbände sehen nur begrenzte Fortschritte bei Bonner Klimagesprächen
Umweltverbände sehen nur begrenzte Fortschritte bei Bonner Klimagesprächen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Nach den UN-Klimagesprächen in Bonn haben Umweltverbände eine eher kritische Bilanz gezogen. Zwar habe es einige Fortschritte in technischen Fragen gegeben, "insgesamt verliefen die Gespräche aber zu langsam und konfliktreich, um absehbar eine Grundlage für eine erfolgreiche Weltklimakonferenz zu schaffen", erklärte Germanwatch-Klimaexpertin Laura Schäfer. Das geringe Tempo des Verhandlungsprozesses kritisierte auch der Umweltverband WWF zum Abschluss der Gespräche am Donnerstag.

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Die Verhandlungen dienten der Vorbereitung der UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya. Schäfer forderte nun von der türkisch-australischen Konferenzpräsidentschaft, "einen klaren politischen Fahrplan vorzulegen, der Blockaden überwindet, die Umsetzung bestehender Beschlüsse beschleunigt und die globale Ambition erhöht". Kritisch äußerte sie sich zu Mittelstreichungen für die internationale Klimafinanzierung nicht nur durch die USA, sondern auch durch weitere Industriestaaten. "Die Klimakrise weltweit beschleunigt sich", mahnte Schäfer zu entschlossenem Handeln.

Der Umweltverband WWF begrüßte, dass es immerhin eine Bewegung vom Reden hin zur konkreten Umsetzung in den Klimagesprächen gebe. Verwiesen wurde auf Ansätze zur Abkehr von fossilen Energieträgern, gegen weitere Entwaldung und türkische Vorschläge für eine Elektrifizierungs-Agenda. Es gebe eine große Lücke zwischen "Umsetzungsrhetorik" und dem, was tatsächlich geliefert werde, kritisierte allerdings am Freitagmorgen das internationale Klimaschutz-Netzwerk CAN.

UN-Klimachef Simon Stiell hatte zum Abschluss der zweiwöchigen Beratungen in Bonn am Donnerstag ebenfalls zwar von Fortschritten gesprochen, zugleich aber vor Rückfällen beim Klimaschutz gewarnt. Er warnte die Länder außerdem vor einem taktischen "Rosinenpicken" bei den globalen Verpflichtungen im Kampf gegen die Erderwärmung.

T.Galgano--PV

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