Pallade Veneta - Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen

Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen


Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen
Hitzewelle in Europa: Schulen geschlossen und Züge gestrichen / Foto: Philippe LOPEZ - AFP

Die Hitzewelle hat Europa weiter fest im Griff - an mehreren Orten kletterte das Thermometer am Montag auf über 40 Grad. In Frankreich galt für mehr als die Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot. Die französischen Behörden meldeten mehrere Hitzetote und mehr als ein Dutzend tödliche Badeunfälle. In Frankreich und Belgien wurden wegen der Hitze Züge gestrichen, auch für England galten Hitzewarnungen. Mit Abkühlung wird erst für Ende der Woche gerechnet.

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In den französischen Städten Rennes, Bordeaux und Angers wurden am Montag mit 40,6 Grad, 41,9 Grad und 40,9 Grad die höchsten dort jemals gemessenen Temperaturen verzeichnet. Der heißeste im Laufe des Tages gemessene Wert landesweit betrug 43,3 Grad in Chateaumeillant im Département Cher - er stellt jedoch keinen Hitzerekord dar.

Inzwischen ist mehr als die Hälfte Frankreichs von der höchsten Hitzewarnstufe betroffen: Die Behörden riefen für 54 der 96 Festland-Départements mit insgesamt knapp 39 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die Alarmstufe Rot aus. "Die sehr große Hitze setzt sich dauerhaft im Land fest", warnte der Wetterdienst Météo France. Landesweit blieben am Montag mehr als 1350 Schulen geschlossen. In mehr als 4000 Schulen endete der Unterricht am Mittag.

Am Montag wurden in einem Auto in der südfranzösischen Stadt Carpentras zwei Kleinkinder tot in einem Auto gefunden, die Ermittler nannten die Hitze als Todesursache. zurück. Die leblosen Kinder im Alter von zwei und vier Jahren waren im Auto ihrer Eltern auf einem Parkplatz entdeckt worden.

Die Feuerwehr des südfranzösischen Départements Vaucluse teilte mit, sie habe "zwei Kinder mit Herz-Kreislauf-Stillstand" entdeckt, nachdem ein Notruf eingegangen sei. Die Mutter der Kinder wurde von Rettungskräften versorgt und konnte zunächst nicht vernommen werden.

Zuvor hatten die Behörden bereits den Tod von drei Menschen im Alter zwischen 80 und 95 Jahren am Wochenende in der südwestfranzösischen Region Gironde auf die für Juni ungewöhnlich extreme Hitze zurückgeführt.

Nach Angaben des französischen Zivilschutzes gab es am Wochenende zudem 13 Tote bei Badeunfällen. Ein Zivilschutz-Sprecher rief die Menschen eindringlich dazu auf, sich nur an bewachten Badestellen abzukühlen - oder einfach kalt zu duschen.

Auch im ebenfalls von extremer Hitze betroffenen Deutschland waren am Wochenende fünf Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen.

In Paris gab es am Montag auch Störungen im öffentlichen Nahverkehr. Regionalpräsidentin Valérie Pécresse warnte, Schienen könnten sich in der Hitze verformen und die Klimaanlagen überfüllter Waggons schlapp machen. In der Hauptstadtregion Ile-de-France wurde daher jeder zehnte Zug vorsorglich gestrichen. Die Menschen wurden gebeten, Reisen zu verschieben und wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.

Auch in Belgien fielen wegen der Hitze Züge aus. Laut der staatlichen Bahngesellschaft SNCB waren vor allem die Stoßzeiten von den Streichungen betroffen, mit denen technische Störungen und Pannen verhindert werden sollen. Das Königliche Meteorologische Institut erwartete für diese Woche einen Hitzerekord. In den Niederlanden rechneten die Behörden für Ende der Woche mit Temperaturen von bis zu 37 Grad.

In Großbritannien rief der Wetterdienst für Teile Mittel- und Südenglands für Mittwoch und Donnerstag die höchste Hitzewarnstufe Rot aus. In London, Birmingham, Bath und anderen Städten muss demnach mit "außergewöhnlich heißen und schwülem Wetter" mit Spitzenwerten von bis zu 40 Grad gerechnet werden. Der Hitzerekord für Juni, der bisher bei 35,6 Grad liegt, wird damit wohl gebrochen.

Auch der spanische Wetterdienst Aemet warnte "vor extrem hohen" Tag- und Nacht-Temperaturen bis Mittwoch. Im spanischen Baskenland wurde am Montag die Alarmstufe rot ausgerufen, als das Thermometer die 40-Grad-Marke überstieg. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, die Fenster geschlossen zu halten und keine Haushaltsgeräte zu benutzen, die Wärme erzeugen.

Am Sonntag waren bereits in den spanischen Regionen Andalusien und Kastillien-La-Mancha Temperaturen von 42 Grad gemessen worden. Die öffentliche Übertragung des WM-Fußballspiels Spanien gegen Saudi-Arabien im Zentrum von Madrid wurde abgesagt. Für Donnerstag rechnet Aemet mit einer Abkühlung. In Portugal wurde für drei Gebiete im Landesinneren die Alarmstufe Orange ausgerufen.

Es ist schon die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats. Wissenschaftler warnen, dass Hitzewellen in Europa infolge des Klimawandels häufiger auftreten werden.

C.Grillo--PV

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