Pallade Veneta - Albanien: Menschenrechtler kritisieren Polizeigewalt bei Protesten

Albanien: Menschenrechtler kritisieren Polizeigewalt bei Protesten


Albanien: Menschenrechtler kritisieren Polizeigewalt bei Protesten
Albanien: Menschenrechtler kritisieren Polizeigewalt bei Protesten / Foto: Adnan Beci - AFP

Albanische Menschenrechtler haben übermäßige Polizeigewalt bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen ein Bauprojekt verurteilt, das mit der Familie von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht. Das Albanische Helsinki-Komitee (AHK) zeigte sich am Samstag besorgt über die zunehmende Eskalation der Lage bei den Protesten. Am Donnerstag waren bei gewaltsamen Ausschreitungen vor dem Parlamentssitz in Tirana 15 Polizisten und 25 Demonstrierende verletzt worden.

Textgröße ändern:

Gewalttaten einzelner könnten nicht die unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt durch die Polizei rechtfertigen, erklärte das AHK. Der Protest sei zumeist friedlich und einzelne Vorfälle dürften nicht allen Demonstranten zugeschrieben werden. Die Polizei habe ohne Warnung Tränengas eingesetzt und am Boden liegende Menschen geschlagen. "Das ist nicht hinnehmbar und erfordert eine sofortige, unabhängige und wirksame Untersuchung", betonten die Menschenrechtler.

Seit Ende Mai gibt es in Albanien tägliche Proteste gegen den geplanten Bau eines Luxushotels im Naturschutzgebiet Zvernec an der Südwestküste, das mit Trumps Tochter Ivanka Trump und deren Ehemann Jared Kushner in Verbindung steht.

Vorgestellt wurde das Bauprojekt bereits 2024. Die Proteste gegen den Tourismuskomplex begannen, als Ende Mai Stacheldraht und Bulldozer an Stränden in Zvernec auftauchten. Mittlerweile haben sich die Demonstrationen zu einer breiteren Bewegung ausgeweitet: Die Menschen protestieren jeden Tag gegen Korruption, steigende Lebenshaltungskosten, Probleme im Gesundheitswesen, niedrige Renten und fehlende Perspektiven für junge Menschen. Dabei werden zunehmend auch Rücktrittsforderungen gegen Regierungschef Edi Rama laut.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Erneut mehr Kegelrobben in Wattenmeer gezählt

Die Zahl der Kegelrobben im Wattenmeer und auf der Nordseeinsel Helgoland ist erneut gestiegen. Insgesamt 12.497 Tiere und 3385 Jungtiere wurden 2025 bis 2026 gezählt, wie das gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Mittwoch mitteilte. Damit stieg die Population erneut.

Geburtenrate in Deutschland sinkt mit 1,32 Kindern auf tiefsten Stand seit 1997

Die Geburtenrate in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1997 gesunken. Sie lag 2025 bei 1,32 Kindern pro Frau und verringerte sich um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Ein ähnlich niedriges Niveau war zuletzt vor knapp 20 Jahren erreicht worden.

Albanien: Erneut Tausende Menschen bei Demonstration gegen Kushner-Bauprojekt

In Albanien sind erneut tausende Menschen gegen ein Luxus-Bauprojekt auf die Straße gegangen, an dem Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, beteiligt ist. Knapp einen Monat nach Beginn der täglichen Kundgebungen zogen Demonstranten am Samstagabend erneut durch die Hauptstadt Tirana und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama.

Neuer Hitzerekord in Deutschland: 41,3 Grad in Saarbrücken

Neuer Hitzerekord in Deutschland: Mit 41,3 Grad ist an einer Wetterstation in Saarbrücken am Freitag die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen worden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Bisher lag der Hitzerekord in Deutschland bei 41,2 Grad - gemessen 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen. In Großbritannien wurde den dritten Tag in Folge der Hitzerekord für Juni geknackt. In ganz Europa sorgt die Hitze für Probleme bis hin zu Todesfällen.

Textgröße ändern: