Pallade Veneta - UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren

UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren


UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren
UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren / Foto: Orlando SIERRA - AFP

Die UNO rechnet mit dem stärksten El Niño seit Beginn ihrer Aufzeichungen vor 40 Jahren: Das Wetterphänomen werde "buchstäblich die Skalen sprengen, die wir seit vier Jahrzehnten verwenden", sagte am Donnerstag die Chefin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo. Seinen Höhepunkt wird der aktuelle El Niño den Vorhersagen zufolge Ende des Jahres erreichen, aber noch bis weit ins kommende Jahr wird er das Risiko für Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze erhöhen.

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"El Niño nimmt vor unseren Augen Großformat an", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. Die Erde befinde sich "in unbekannten Gewässern, und diese Gewässer heizen sich auf." Die steigenden Temperaturen im Wasser und an Land hätten die Welt in eine "Gefahrenzone extremer Wetterereignisse" gebracht.

Ein El Niño ist ein alle zwei bis sieben Jahre auftretendes Wetterphänomen, bei dem sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe dem Äquator erwärmt, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme.

Zusätzlich zu den Folgen des menschengemachten Klimawandels verstärkt ein El Niño Probleme wie Dürren. Honduras, Panama und El Salvador riefen bereits Ende August Dürre-Alarm aus, Panama reduzierte wegen gesunkener Wasserpegel den Schiffsverkehr im Panamakanal.

Der britische Wetterdienst warnte bereits, er rechne mit dem "intensivsten" El Niño seit mehr als einem Jahrhundert. Die WMO stuft El-Niño-Ereignisse als schwach, mäßig, stark oder sehr stark ein. Der aktuelle El Niño wird den Vorhersagen zufolge in den kommenden Monaten die höchste dieser vier Stufen erreichen und sich mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent noch bis in den Februar hinziehen.

Die Oberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik lagen nach WMO-Angaben bereits zwischen Ende Juli und Mitte August um 2,2 bis 2,6 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Unter der Oberfläche sei das Wasser teilweise sogar mehr als acht Grad wärmer gewesen. Von September bis November sei nun auch auf fast allen Kontinenten mit überdurchschnittlichen Temperaturen zu rechnen, warnte die WMO.

WMO-Chefin Saulo warnte vor Auswirkungen auf Menschen und Volkswirtschaften in aller Welt. Schon jetzt sorgten Dürren und Überschwemmungen für massive Schäden - "und wir gehen davon aus, dass diese Auswirkungen zunehmen werden, wenn sich El Niño verstärkt". Unter anderem die Landwirtschaft, Gesundheitssysteme und die Energieversorgung seien großen Risiken ausgesetzt. Saulo rief Katastrophenschutzbehörden zu entsprechenden Vorbereitungen auf.

Wegen des erwarteten Temperaturanstiegs könnte der aktuelle El Niño auch dazu führen, dass 2026 das weltweit heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen wird. Das kommende Jahr könnte sogar noch heißer werden, weil die Erwärmung durch einen El Niño im Jahr nach seinem Beginn am stärksten ist. So trug der starke El Niño 2023 und 2024 auch dazu bei, dass 2024 zum bislang heißesten Jahr wurde - "und wir sollten nicht überrascht sein, wenn dieser Rekord gebrochen wird", sagte WMO-Chefin Saulo.

F.M.Ferrentino--PV

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