Pallade Veneta - Mehrere hundert Feuerwehrleute bekämpfen weiter Waldbrand im Harz

Mehrere hundert Feuerwehrleute bekämpfen weiter Waldbrand im Harz


Mehrere hundert Feuerwehrleute bekämpfen weiter Waldbrand im Harz
Mehrere hundert Feuerwehrleute bekämpfen weiter Waldbrand im Harz / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Im Nationalpark Harz haben auch am Montag mehrere hundert Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand gekämpft. Insgesamt waren rund 300 Feuerwehrleute aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen im Einsatz, wie das Landratsamt des Landkreises Harz in Halberstadt mitteilte. Auch sieben Löschhubschrauber und zwei Löschflugzeuge aus Italien waren im Dauereinsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Textgröße ändern:

Insgesamt brannten rund 150 Hektar Wald in einem schwer zugänglichen Gebiet unterhalb des Brockens. In der Nacht zum Montag dehnte sich das Feuer zudem in einem Moor aus. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse war es Ziel der Löschaktionen aus der Luft, dieses Feuer zu "fixieren". Bundespolizei und Bundeswehr unterstützten den Löscheinsatz mit mobilen Tankstellen. Der Flughafen im niedersächsischen Braunschweig sicherte die Betankung der Löschflugzeuge.

Der Concordiasee im Harzvorland von Sachsen-Anhalt wurde am Montagmorgen für den öffentlichen Verkehr gesperrt, damit die Flugzeuge Löschwasser aufnehmen konnten. Bei jedem Löschflug wurden den Angaben zufolge rund 30.000 Liter Wasser auf die Brandstelle geworfen.

Der Waldbrand war am Samstag ausgebrochen. Wanderer und Besucher wurden in Sicherheit gebracht, das Brockenplateau und der unmittelbare Bereich um den Berg wurden gesperrt. Der Landkreis rief am Sonntag den Katastrophenfall aus.

Das Landratsamt sprach am Montag von ersten Löscherfolgen, rechnete aber auch für Dienstag mit einem weiteren Einsatz. Erst vor rund drei Wochen hatte es im Harz nahe dem Brocken auf rund 13 Hektar gebrannt.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: