Pallade Veneta - Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September

Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September


Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September
Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".

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Wie ZSW und BDEW am Donnerstag mitteilten, wurden von Januar bis Ende September 237,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt. Verglichen mit den 218,6 Milliarden kWh im Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus von 8,7 Prozent.

Zugleich legte in den ersten drei Quartalen auch die Bruttostromerzeugung insgesamt zu: Sie lag bei 393,6 Milliarden kWh, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aus fossilen Energieträgern wurden 156,1 Milliarden kWh erzeugt, das war ebenfalls mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Stromerzeugung lag laut ZSW und BDEW oberhalb des Bruttostromverbrauchs. Dieser summierte sich in den ersten drei Quartalen auf 391,6 Milliarden kWh und legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls zu - um 1,6 Prozent.

Dieser Sommer habe "eines sehr deutlich gezeigt: Durch mehr Hitzetage und Tropennächte wird der Strombedarf für Klimatisierung weiter spürbar steigen", erläuterte Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. "So haben sich die Verkaufszahlen für mobile Klimaanlagen in diesem Sommer verdoppelt. Dies stellt zusätzliche Anforderung an das Stromnetz und das Lastmanagement."

Hier könne aber "besonders die dezentrale Photovoltaikstromerzeugung dazu beitragen, den Strombedarf durch Klimaanlagen zu decken - unterstützt durch Batteriespeicher auch bis in die Abend- und Nachtstunden", führte Staiß aus. "Der weitere Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Verbindung mit Batteriespeichern und saisonalen Speichern wie grünem Wasserstoff sichert somit nicht nur eine stabile Stromversorgung aus heimischen Quellen und die dringenden Fortschritte beim Klimaschutz, sondern ermöglicht gleichzeitig notwendige Anpassungen an den Klimawandel."

In den ersten drei Quartalen 2025 hatten die Erneuerbaren noch 57 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt. Dass mit 60,7 Prozent nun ein neuer Rekordanteil bei gleichzeitigem Anstieg des Bruttostromverbrauchs erreicht worden sei, sei insbesondere auf die deutlich höhere Stromerzeugung aus Windenergie an Land (plus 9,1 Prozent) und auf See (plus 19,8 Prozent) sowie aus Photovoltaik (plus 13,9 Prozent) zurückzuführen, erklärten ZSW und BDEW.

Die Stromproduktion aus Wasserkraft verringerte sich hingegen "aufgrund geringer Niederschlagsmengen" um 14,3 Prozent; auch die Erzeugung aus Biomasse fiel mit minus 2,1 Prozent geringer aus. Die Stromproduktion aus Wind und Solar habe diese Rückgänge jedoch "deutlich überkompensiert", erklärten ZSW und BDEW.

U.Paccione--PV

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