Pallade Veneta - Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor


Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor
Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor / Foto: David GANNON - AFP/Archiv

Was viele schon vermutet haben, ist nun auch offiziell bestätigt: Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

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Mit einer Durchschnittstemperatur von 21,7 Grad erlebte Westeuropa den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Werte lagen laut den Daten um 2,5 Grad über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020. Damit wurde selbst der Rekordsommer von 2003 übertroffen. Bereits im Mai und auch noch im September kletterten die Temperaturen auf Rekordhöhen.

"Ein wesentliches Merkmal des Jahres 2026 ist, dass die Hitze nicht nur durch ihre Intensität, sondern auch durch ihre geografische Ausdehnung bemerkenswert war", sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW). Eine Rekordfläche von 52 Prozent des Kontinents seien während der Sommermonate zeitweise "sehr starkem" Hitzestress ausgesetzt gewesen, womit eine gefühlte Temperatur von 38 Grad oder mehr bezeichnet wird.

Für den menschlichen Körper bedeutet das eine extreme Belastung und ein erhöhtes Gesundheitsrisiko: Bei Hitzestress werden die natürlichen Kühlmechanismen des Körpers überlastet, was zu Symptomen wie Schwindel und Kopfschmerzen führt. Im schlimmsten Fall kommt es zu Multiorganversagen bis hin zum Tod.

Mit den hohen Temperaturen einher ging eine anhaltende Trockenheit, die wiederum zu vermehrten Waldbränden beitrug. Nach Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (EFFIS) war die verbrannte Fläche in der EU bis zum 2. September fast doppelt so groß wie im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2025. Millionen von Menschen waren dadurch einer gefährlichen Luftverschmutzung ausgesetzt. Besonders ausgedehnte Brände gab es demnach in Spanien und Frankreich.

Parallel dazu wurden in Europa die stärksten Niedrigwasserstände seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1992 gemessen, darunter auch im Rhein und in der Donau. Auch die europäischen Meere waren außergewöhnlich warm.

"Europa erlebte im Jahr 2026 einen Sommer mit sich überschneidenden Klimaextremen", sagte Burgess. "Rekordhitzestress, weit verbreitete trockene Bedingungen, außergewöhnlich niedrige Wasserstände in den Flüssen und ungewöhnlich warme Meere traten in weiten Teilen des Kontinents gleichzeitig auf." Ereignisse wie diese unterstrichen, wie wichtig es sei, eine "Widerstandsfähigkeit gegenüber zunehmend miteinander verknüpften Klimarisiken" aufzubauen.

Europa ist nach Angaben von Wissenschaftlern der Kontinent, der sich infolge des globalen Klimawandels am schnellsten erwärmt. Durch die teils lange anhaltenden extremen Hitzewellen in diesem Sommer wurden zehntausende zusätzliche Hitzetote gezählt.

B.Fortunato--PV

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