Pallade Veneta - An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet

An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet


An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet
An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet / Foto: Handout - BORNEO ORANGUTAN SURVIVAL FOUNDATION/AFP

Neue dramatische Rettungsaktionen für Orang-Utans in den Waldbrandgebieten in Indonesien: Auf der Insel Borneo haben Tierschützer am Donnerstag ein Affenmännchen gerettet, das sich inmitten dichter Rauchschwaden an die Spitze eines schon fast kahlen Baumes klammerte. Das Bara getaufte Tier sei "relativ gesund" und habe nur leichte Verbrennungen erlitten, sagte Handi Nasoka von der Naturschutzbehörde in der Provinz Zentral-Kalimantan am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

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Bara soll nun in einem Schutzgebiet in Zentral-Kalimantan wieder aufgepäppelt werden. Schlechter steht es um Novita, ein drei bis vier Jahre altes Weibchen, das Ende September ebenfalls von einer Baumspitze gerettet worden war. Sie wird im Nyaru-Menteng-Schutzzentrum für Orang-Utans in der Stadt Palangkaraya immer noch tierärztlich versorgt.

"Novita wird weiterhin intensivmedizinisch behandelt", berichtete der Leiter der Naturschutzbehörde, Andi Muhammad Khadafi. Bei ihren Verbrennungen an Händen und Füßen sei inzwischen eine Besserung zu beobachten, bleibende Schäden seien aber wahrscheinlich.

Novita wurde von der Orang-Utan-Stiftung BOS gerettet, die schon mehrere Affen aus den Waldbrandgebieten in Sicherheit gebracht hat. Der ganze Wald habe in Flammen gestanden, berichtete Stiftungsleiter Jamartin Sihite. "Sie musste durch das Feuer gehen, um den Baum zu erreichen und hinaufzuklettern, sodass ihre Fußsohlen und Zehen verbrannt sind." Von dem Rettungsteam wurde sie vor ihrer Bergung betäubt und dann direkt mit Sauerstoff und über einen Tropf mit Flüssigkeit versorgt.

Indonesien kämpft seit Wochen gegen verheerende Waldbrände auf den Inseln Sumatra und Borneo. In den Waldbrandgebieten auf Borneo lebt gut die Hälfte der Orang-Utan-Populationen. Die indonesische Regierung gibt die zwischen Januar und Juli verbrannte Fläche mit 202.000 Hektar an, seitdem wurden keine neuen Daten veröffentlicht. Nach Berechnungen der Geodaten-Plattform Nusantara Atla verbrannten bis Ende August fast 896.000 Hektar Wald.

Der Rauch der Feuer auf Borneo zieht bis nach Malaysia und Singapur. In Teilen Malaysias war die Luftqualität am Freitag so schlecht, dass in der Hauptstadt Kuala Lumpur und anderen Landesteilen Schulen geschlossen wurden. Singapur und Kuala Lumpur waren nach Angaben des Unternehmens IQAir am Freitagmorgen weltweit die Städte mit der höchsten Luftverschmutzung.

P.Colombo--PV

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