Pallade Veneta - Artenschutz: Unesco startet Großprojekt zum Sammeln von Umwelt-DNA

Artenschutz: Unesco startet Großprojekt zum Sammeln von Umwelt-DNA


Artenschutz: Unesco startet Großprojekt zum Sammeln von Umwelt-DNA
Artenschutz: Unesco startet Großprojekt zum Sammeln von Umwelt-DNA / Foto: Joseph Prezioso - AFP/Archiv

Um die Wanderung von Tieren und Pflanzen im Meer besser zu verstehen, will die Unesco in 30 Schutzgebieten weltweit Proben von sogenannter Umwelt-DNA entnehmen. Ziel des Projektes sei es, bis 2028 rund 3000 Meerwasserproben zu sammeln und auszuwerten, teilte die UN-Wissenschaftsorganisation am Donnerstag mit. Sie setzt dabei vor allem auf das Engagement von Menschen und Gruppen vor Ort, die bei den Entnahmen helfen sollen.

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Als Umwelt-DNA werden Ausscheidungen und Reste von Tieren und Pflanzen wie Urin oder abgestorbene Pflanzenteile bezeichnet. Mit ihrer Hilfe können über Gentests Erkenntnisse gewonnen werden, ohne dass Tiere eingefangen oder Pflanzen direkt untersucht werden müssen.

Bei dem nun angekündigten neuen Projekt hofft die Unesco nach Angaben von der zuständigen Bereichsleiterin Saara Suominen auf Erkenntnisse wie "die Früherkennung invasiver Arten, die Erhebung von Referenzdaten zur Biodiversität, die Suche nach kryptischen oder bedrohten Arten und vieles mehr". Der Fokus solle unter anderem auf den Auswirkungen der Erderwärmung liegen.

Die Ankündigung des neuen Projektes erfolgte zeitgleich zur derzeit laufenden UN-Artenschutzkonferenz (COP17) in Armenien. In der Hauptstadt Eriwan beraten Vertreter aus fast 200 Staaten über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt.

B.Cretella--PV

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