Pallade Veneta - Globaler Süden benötigt 2,4 Billionen Dollar pro Jahr im Kampf gegen Klimakrise

Globaler Süden benötigt 2,4 Billionen Dollar pro Jahr im Kampf gegen Klimakrise


Globaler Süden benötigt 2,4 Billionen Dollar pro Jahr im Kampf gegen Klimakrise
Globaler Süden benötigt 2,4 Billionen Dollar pro Jahr im Kampf gegen Klimakrise / Foto: MOHAMMED ABED - AFP/Archiv

Der globale Süden benötigt im Kampf gegen die Klimakrise einem Bericht zufolge bis 2030 jährlich 2,4 Billionen Dollar (rund 2,4 Billionen Euro). Rund eine Billion Dollar müsse von Industrieländern, ausländischen Investoren und multilateralen Entwicklungsbanken kommen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht im Auftrag Ägyptens und Großbritanniens, dem aktuellen und dem vorhergehenden Gastgeber der UN-Klimakonferenz.

Textgröße ändern:

Die restliche Summe von rund 1,4 Billionen Dollar muss demnach von privaten oder öffentlichen Investoren innerhalb der Entwicklungs- und Schwellenländer bereitgestellt werden, wie es in dem Bericht "Finance for Climate Action" der Ökonomen Vera Songwe, Nicholas Stern und Amar Bhattacharya heißt. Derzeit belaufen sich die Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern mit Ausnahme Chinas auf etwa 500 Milliarden Dollar.

"Reiche Länder sollten erkennen, dass es in ihrem eigenen grundlegenden Interesse liegt, in Klimaschutzmaßnahmen in Schwellen- und Entwicklungsländern zu investieren", erklärte Stern. Zudem sei es angesichts der Auswirkungen der hohen aktuellen und früheren Treibhausgasemissionen dieser Länder "auch eine Frage der Gerechtigkeit".

Die Autoren machen in ihrem Bericht konkrete Vorschläge zur Unterstützung der Länder des globalen Südens. So sollten etwa Industrieländer mehr zinsgünstige Darlehen gewähren und multilaterale Entwicklungsbanken umgestaltet werden.

Der Bericht bezieht sich auf Schwellen- und Entwicklungsländer mit Ausnahme Chinas. China wurde in den Schätzungen vermutlich wegen seines besonderen Status' nicht berücksichtigt. Die chinesische Wirtschaft ist die zweitgrößte der Welt und in vielerlei Hinsicht fortschrittlich.

Der Finanzbedarf im Kampf gegen die Erderwärmung und zur Bewältigung klimabedingter Schäden ist ein zentrales Thema der 27. Weltklimakonferenz (COP27) im ägyptischen Scharm el-Scheich. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte bei der UN-Konferenz am Montag 170 Millionen Euro für die Bewältigung klimabedingter Schäden in Entwicklungsländern zu.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Kritik von Naturschützern: Kreuzfahrtbranche weiter auf "fossilem Kurs"

Kreuzfahrten sind bei vielen Bundesbürgern beliebt - doch mit Blick auf die Umweltfolgen bleibt die Branche nach Angaben des Naturschutzbunds Nabu weiter deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar investierten die Unternehmen zunehmend in Landstromanschlüsse, die die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgen, anstatt die Motoren laufen lassen zu müssen. Dennoch bleibe die Kreuzfahrtbranche "auf fossilem Kurs", kritisierte der Nabu am Donnerstag.

Textgröße ändern: