Pallade Veneta - Brasiliens Präsident Lula stellt Plan zum Schutz des Amazonas-Regenwalds vor

Brasiliens Präsident Lula stellt Plan zum Schutz des Amazonas-Regenwalds vor


Brasiliens Präsident Lula stellt Plan zum Schutz des Amazonas-Regenwalds vor
Brasiliens Präsident Lula stellt Plan zum Schutz des Amazonas-Regenwalds vor / Foto: EVARISTO SA - AFP

Brasiliens Präsident Inácio Lula da Silva hat einen neuen Plan zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes vorgestellt. Das Vorhaben markiere "nach vier Jahren Gleichgültigkeit und Vernachlässigung" die Rückkehr des Umweltschutzes als "Priorität", sagte Lula am Montag (Ortszeit) anlässlich des Weltumwelttags in Anspielung auf die Amtszeit seines Vorgängers, des rechtsextremen Jair Bolsonaro. Lulas Plan sieht unter anderem die sofortige Beschlagnahmung der Hälfte aller illegal genutzten Flächen innerhalb von Schutzgebieten sowie die Ausweisung von drei Millionen Hektar zusätzlicher Schutzgebiete bis 2027 vor.

Textgröße ändern:

Bei der Vorstellung des Schutzplans im Präsidentenpalast in Brasília kündigte Lula in Begleitung von Umweltministerin Marina Silva zudem die Anstellung Tausender Analysten sowie die Schaffung eines "Amazonas-Labels" zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft an. Unter Lulas Vorgänger Bolsonaro war die jährliche Abholzungsrate des Amazonas-Regenwalds um 75 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt gestiegen.

Brasilien habe, insbesondere dank des Amazonas-Regenwaldes, eine "große Bedeutung für das klimatische Gleichgewicht der Erde", sagte Lula bei der Vorstellung seines Plans. Die Abholzung des Amazonas-Regenwalds zu verhindern bedeute auch, "dabei zu helfen, die globale Erwärmung zu reduzieren".

Lulas Programm knüpft an ein bereits 2004 während seiner ersten Präsidentschaft ins Leben gerufenes Projekt an, das Bolsonaro jedoch ausgesetzt hatte. Der seit Januar erneut amtierende Lula hatte im Wahlkampf versprochen, den Umweltschutz wieder zu einer Priorität der brasilianischen Politik, zu machen. Bis 2030 soll nach seinen Plänen die illegale Abholzung von Wäldern beendet sein.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: