Pallade Veneta - WWF sieht ersten Erfolg von Klima-Kampagne für kälteres Wäschewaschen

WWF sieht ersten Erfolg von Klima-Kampagne für kälteres Wäschewaschen


WWF sieht ersten Erfolg von Klima-Kampagne für kälteres Wäschewaschen
WWF sieht ersten Erfolg von Klima-Kampagne für kälteres Wäschewaschen / Foto: Adem ALTAN - AFP

Die Umweltorganisation WWF sieht einen ersten Erfolg der vor einem Jahr gestarteten Kampagne für kältere Temperaturen beim Wäschewaschen. Seit Juli 2022 hätten die Bundesbürger die durchschnittliche Waschtemperatur um 1,25 Grad gesenkt, teilte der WWF am Montag zu der gemeinsam mit dem Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) gestarteten Initiative mit. Den Angaben zufolge wurden durch die Temperatursenkung rechnerisch bis zu 100.000 Tonnen CO2 eingespart.

Textgröße ändern:

Diese Menge entspreche den Emissionen des Stromverbrauchs von etwa 72.000 Haushalten, hieß es. "Runterdrehen ist einfach für jeden Einzelnen - wenn viele Menschen mitmachen, ist es ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz", erklärte WWF-Vertreterin Heike Vesper. Waschen bei niedrigeren Temperaturen spare auch Strom und damit Geld, erklärte Gabriele Hässig vom Ariel-Hersteller Procter & Gamble. Ziel der Nachhaltigkeitsinitiative sei es, im zweiten Jahr noch mehr Menschen zu erreichen.

Die durchschnittliche Waschtemperatur in Deutschland sank von 43,2 Grad auf 41,95 Grad, wie eine Erhebung des Wuppertaler Instituts CSCP ergab. Es begleitet die auf mindestens drei Jahre angelegte Kampagne. Dabei werden einmal jährlich 1000 Verbraucherinnen und Verbraucher nach ihren Waschtemperaturen befragt. Zudem gibt es monatliche Befragungen von 300 Menschen zu Faktoren, die sie motivieren oder daran hindern, ihre Wäsche kälter zu waschen.

Ziel der Kampagne von WWF und Ariel ist es, die durchschnittliche Waschtemperatur in Deutschland um drei Grad bis 2025 zu reduzieren. Sie verweisen darauf, dass die Waschtemperatur für bis zu 60 Prozent des CO2-Ausstoßes beim Waschen steht. 20 Prozent sind demnach auf die Inhaltsstoffe zurückzuführen und weitere 20 Prozent auf Entsorgung, Verpackung, Herstellung und Transport.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: