Pallade Veneta - Spanien verzeichnet heißesten Sommer seit Messbeginn

Spanien verzeichnet heißesten Sommer seit Messbeginn


Spanien verzeichnet heißesten Sommer seit Messbeginn
Spanien verzeichnet heißesten Sommer seit Messbeginn / Foto: CRISTINA QUICLER - AFP/Archiv

In Spanien ist in diesem Jahr der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen registriert worden. Die Durchschnittstemperatur habe bei 24,2 Grad Celsius und damit knapp über dem Rekord von 24,1 Grad von 2022 gelegen, teilte die spanische Meteorologiebehörde Aemet am Dienstag mit. Damit sei der Sommer 2025 der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961 gewesen.

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Besonders verheerend war die Hitze in Spanien im August: Während einer 16 Tage andauernden Hitzewelle, die die Temperaturen auf bis zu 45 Grad ansteigen ließ, brachen etliche Waldbrände aus. Vier Menschen kamen durch die Feuer ums Leben. Die spanischen Behörden verzeichneten zudem mehr als 1100 Hitzetote, hauptsächlich Menschen über 65 Jahre.

33 der 90 Sommertage seien Hitzetage gewesen, sagte der Behördensprecher Rubén Del Campo. Die Menschen in Spanien hätten in diesem Sommer also "an mehr als jedem dritten Tag extreme Temperaturen erlebt". Im vergangenen Jahrhundert seien Hitzewellen noch "sporadischer" aufgetreten, inzwischen gebe es sie regelmäßig. Der letzte Sommer in Spanien ohne Hitzewellen sei der Sommer 2014 gewesen.

Im Nordwesten Spaniens, wo in diesem Sommer die schlimmsten Waldbrände wüteten, sei der Sommer zudem "sehr trocken oder sogar extrem trocken" gewesen, sagte Del Campo. Die Kombination aus Hitze und "sehr geringen Niederschlägen" habe die Waldbrände begünstigt.

Wissenschaftlern zufolge sind wiederkehrende Hitzewellen ein eindeutiges Zeichen für die globale Erwärmung. Sie kommen aufgrund des Klimawandels demnach immer häufiger vor, dauern länger an und werden intensiver. Auch Länder wie Großbritannien, Japan und Südkorea hatten in diesem Jahr ihren bisher heißesten Sommer verzeichnet.

P.Colombo--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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