Pallade Veneta - COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen

COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen


COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen
COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen / Foto: Pablo PORCIUNCULA - AFP

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat sich optimistisch über den Fortgang der Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in Belém geäußert. Brasilien zeige "eine starke Führung für ein Ergebnis, das die Weltklimakonferenz nach vorne bringt", sagte Schneider am Mittwoch nach einem Treffen von EU-Ministern mit dem brasilianischen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva in Belém. Er bekräftigte Deutschlands Unterstützung für Lulas Vorschlag für einen Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Textgröße ändern:

"Und wir versuchen jetzt eine Mehrheit oder eine mögliche Gesamtzustimmung mit den anderen Ländern der Erde dafür zu erreichen", fügte Schneider hinzu. Die COP30-Beschlüsse müssten eine Antwort darauf enthalten, dass die tatsächliche und die geplante Verringerung der Treibhausgas-Emissionen derzeit nicht ausreiche, um die Erderwärmung wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Außer der Emissionsminderung gehört die Klimafinanzierung zu den Knackpunkten der Verhandlungen in Belém. Die Entwicklungsländer fordern Zusagen, von reicheren Staaten mehr Klimahilfen zu bekommen. Die Mittel für ihre Anpassung an die Erderwärmung müssen nach ihrer Vorstellung deutlich erhöht werden.

"Wir unterstützen auch die Anliegen der kleinen Inselstaaten und der afrikanischen Länder, was die Adaption an den Klimawandel betrifft", sagte Schneider dazu nach dem Treffen der EU-Minister mit Lula. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Lula war am Mittwoch nach Belém gekommen, um zu einem frühen Durchbruch der Verhandlungen beizutragen. Die brasilianische COP-Präsidentschaft verfolgt den Plan, zuerst einen Beschlusstext mit den schwierigen und politischen Vereinbarungen von den Delegationen absegnen zu lassen und dann über die übrigen, eher technischen Fragen zu entscheiden. Auf diese Weise soll die Weltklimakonferenz pünktlich am Freitag beendet werden - zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: