Pallade Veneta - Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten

Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten


Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten
Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Die Linke hat angesichts der frostigen Temperaturen in Deutschland einen besseren Schutz von Obdachlosen und eine Erfassung kältebedingter Todesfälle gefordert. "In einem wohlhabenden Land wie Deutschland ist es unerträglich, dass Menschen auf der Straße erfrieren, weil staatliche Institutionen ihrer Vorsorgepflicht nicht nachkommen", sagte die Linken-Sozialpolitikerin Sahra Mirow der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Wegsehen ist keine politische Lösung, sondern unterlassene Hilfeleistung."

Textgröße ändern:

Sie kritisierte, dass der Bundesregierung nach einer Kleinen Anfrage der Linken keine Zahlen zu kältebedingten Todesfällen bei Obdachlosen vorliegen. Dass hier eine entsprechende Datenbasis fehle, sei ein "eklatantes Versäumnis", sagte sie. Nur wer das Ausmaß der Not kenne, könne gezielte Hilfsprogramme entwickeln. Sie forderte den Bund auf, künftig zu erfassen, wie viele Menschen infolge von Kälte gesundheitliche Schäden erleiden oder sterben.

Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Sabine Bösing, bezeichnete die derzeitige Kälte für auf der Straße lebende Menschen als "lebensbedrohliche Gefahr". Es sei "leider traurige Realität, dass in jedem Winter Menschen an Unterkühlung sterben müssen", sagte sie der "Rheinischen Post". Bund und Kommunen müssten sich um ausreichend Notunterkünfte, niedrigschwellige Hilfsangebote und langfristige Lösungen gegen Obdachlosigkeit kümmern.

M.Romero--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: