Pallade Veneta - Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin

Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin


Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin
Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin / Foto: DANIEL REINHARDT - AFP/Archiv

Schneefall und Eisregen haben am Donnerstag erneut für Behinderungen und Einschränkungen vor allem im Nordosten Deutschlands gesorgt. In Berlin fielen einzelne U-Bahnen aus, am Hauptstadtflughafen BER waren zwischenzeitliche keine Starts möglich. Die Deutsche Bahn meldete erneut Einschränkungen im Fernverkehr, die Polizei mehrere Glätteunfälle. Meist blieb es aber bei Blechschäden, teils wurden Menschen leicht verletzt.

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Laut Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) waren am Donnerstagmorgen zwei U-Bahn-Linien von den Einschränkungen betroffen, weil sich trotz des Einsatzes eines sogenannten Schienenschmierzuges Blitzeis auf den Stromschienen gebildet hatte. Auch im Bus- und Straßenbahnverkehr ging es glättebedingt langsamer voran, es kam zu Verspätungen.

Die Straßen in der Hauptstadt blieben am Donnerstag über Stunden massiv schneebedeckt, Geh- und Radwege waren zudem schon vor dem neuerlichen Schneefall extrem glatt. Zugleich galt weiter ein Tausalzverbots für Privatleute. Eine Allgemeinverfügung des Berlin Senats, mit der der Salzeinsatz ausnahmsweise erlaubt werden sollte, war am Mittwoch vom Berliner Verwaltungsgericht kassiert worden.

Geklagt hatte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), weil Streusalz vor allem für Straßenbäume schädlich ist. Dafür gab es reichlich Kritik, auch von den Grünen. Die frühere Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang sprach auf X von einem "Bärendienst für gesellschaftliche Mehrheiten für Naturschutz". Ältere Menschen verließen teilweise ihre Wohnung nicht mehr, weil sie Angst hätten, sich zu verletzen.

Unterdessen gab es am Donnerstag auch im Fernverkehr erneut Probleme, wie bereits am Tag zuvor war die Strecke Berlin-Hannover betroffen. Auch bei den Regionalbahnen im Nordosten kam es zu Ausfällen und witterungsbedingten Beeinträchtigungen, wie DB Regio auf X meldete.

Schnee und Eisregen behinderten auch den Betrieb am Flughafen Berlin-Brandenburg. Aufgrund der Witterungsbedingungen waren am Morgen keine Starts möglich, laut einer BER-Sprecherin konnten wegen schnell gefrierenden Regens zwischenzeitlich keine Flugzeuge enteist werden. Auch Landungen wurden teilweise gestrichen.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten teilte mit, dass die Parks und Schlösser in Berlin und Brandenburg wegen des Wetters geschlossen blieben. Es müsse mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen gerechnet werden, hieß es zur Begründung.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es bei mehreren regionalen Verkehrsanbietern Probleme. So bat die Verkehrsgesellschaft Vorpommern Greifswald (VVG) angesichts des Schneefalls alle Schüler, schon vor dem Mittag mit den Schulbussen in ihre Heimatorte zu fahren. Rund um die Stadt Waren fuhren am Morgen gar keine Busse, wie es von der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft ( MVVG) hieß.

Die Schulen blieben in Mecklenburg-Vorpommern zwar grundsätzlich geöffnet. Schüler, die Schwierigkeiten hatten, zur Schule zu kommen, galten laut Landesbildungsministerium allerdings als entschuldigt.

Nicht nur im Nordosten, auch etwa in Niedersachsen gab es erneut witterungsbedingte Einschränkungen. So kam es zu Verspätungen und Ausfällen im Nahverkehr, etwa in und um Hannover. In mehreren Landkreisen blieben auch dort am Donnerstag die Schulen geschlossen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Donnerstagmorgen eine amtliche Unwetterwarnung für Berlin und das östliche Brandenburg herausgegeben auf eine hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen hingewiesen. Für Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wurden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. Für Freitag sagte der Wetterdienst regional überfrierender Regen voraus.

U.Paccione--PV

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