Pallade Veneta - US-Energieminister: IEA soll "Klima fallen lassen"

US-Energieminister: IEA soll "Klima fallen lassen"


US-Energieminister: IEA soll "Klima fallen lassen"
US-Energieminister: IEA soll "Klima fallen lassen" / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP/Archiv

US-Energieminister Chris Wright will die Internationale Energieagentur (IEA) zu einem Abschied von ihrem Fokus auf den Klimawandel bewegen. "Ich möchte die Unterstützung aller Nationen in dieser Organisation gewinnen, um gemeinsam mit uns Druck auf die IEA auszuüben, das Klima fallen zu lassen", sagte Wright bei einem IEA-Ministertreffen der Agentur in Paris. "Das ist eine politische Angelegenheit", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Die IEA müsse sich in erster Linie auf das Thema der Energiesicherheit konzentrieren, betonte Wright. "Dieser Auftrag ist absolut wichtig", betonte er. Die IEA sei schließlich geschaffen worden, "um sich um Energiesicherheit zu kümmern".

Zuvor hatte Wright in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP bereits einen "Klima-Kult" angeprangert, der Europas Energiepreise in die Höhe getrieben habe. Steigende CO2-Emissionen bezeichnete Wright als einen "Nebeneffekt der modernen Welt". Sie bewirkten lediglich, "dass die Welt ein bisschen wärmer, ein bisschen grüner und ein bisschen nasser ist", fügte er hinzu - in eindeutigem Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Folgen des Klimawandels.

Wright hatte im vergangenen Jahr bereits mit einem Rückzug der USA aus der IEA gedroht, falls diese ihre Arbeitsweise nicht umstelle. Die IEA war 1974 gegründet worden, um das Vorgehen der beteiligten Industrieländer mit Blick auf die Ölkrise miteinander abzustimmen. Die IEA veröffentlicht jährlich ihre Prognose zur globalen Energieversorgung.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: