Pallade Veneta - Spanien erlebte regenreichsten Jahresbeginn seit fast 50 Jahren

Spanien erlebte regenreichsten Jahresbeginn seit fast 50 Jahren


Spanien erlebte regenreichsten Jahresbeginn seit fast 50 Jahren
Spanien erlebte regenreichsten Jahresbeginn seit fast 50 Jahren / Foto: Jorge GUERRERO - AFP/Archiv

In Spanien ist zu Jahresbeginn so viel Regen niedergegangen wie seit knapp 50 Jahren nicht. Elf schwere Stürme seien von Ende Dezember bis Mitte Februar über das Land gefegt, sagte am Donnerstag der Sprecher des nationalen Wetterdienstes, Rubén del Campo. "Der Januar und der Februar 2026 waren die regenreichsten der vergangenen 47 Jahre, was die Außergewöhnlichkeit dieser Ereignisse zeigt."

Textgröße ändern:

Eine der am stärksten betroffenen Orte war Grazalema im Süden Spaniens. Dort fiel den Angaben zufolge während des Durchzugs von Sturm "Leonardo" im Februar in nur wenigen Tagen mehr Regen als normalerweise im ganzen Jahr. Während der daraus resultierenden Überschwemmungen und dem Risiko von Erdrutschen hatten die Behörden den gesamten Ort evakuiert, zwei Menschen kamen ums Leben.

Auch das Nachbarland Portugal erlebte einen äußerst nassen Jahresbeginn: Die Wetterbehörde hatte dort am Dienstag den regenreichsten Februar seit 47 Jahren vermeldet.

Die Iberische Halbinsel hat besonders unter dem Klimawandel zu leiden: Seit Jahren stöhnen die Menschen dort unter extremen, immer längeren Hitzewellen, auch schon vor Beginn des Sommers. Im Herbst und Winter folgen dann immer häufiger Starkregen und Überschwemmungen.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Rekord-Hitzewelle im Westen der USA - Drohende Überschwemmungen auf Hawaii

Der Westen der USA ist von einer Rekord-Hitzewelle heimgesucht worden, die Experten zufolge mit ziemlicher Sicherheit eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels ist. An vier Orten in der Wüstenregion nahe der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona wurden am Freitag Extremtemperaturen von 44,4 Grad Celsius gemessen - ein Rekordwert in den USA für den Monat März.

Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab

Trotz des niederschlagsreichen Jahres 2024 nimmt in Deutschland die Wasserspeicherung weiter ab. Zum Jahresende 2025 hatte Deutschland ein Defizit von rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum Mittelwert seit 2002, wie das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam am Freitag mitteilte. Ende 2023 hatte das Defizit erst rund zehn Milliarden Tonnen betragen.

SPD-Vize zum Sondervermögen: Aufholen der Versäumnisse "geht nicht über Nacht"

SPD-Parteivize Wiebke Esdar hat die Kritik an der Verwendung der Mittel aus dem milliardenschweren Sondervermögen zurückgewiesen. Die Studien zweier Wirtschaftsforschungsinstitute "messen ein Jahrzehntsprojekt mit der Stoppuhr", sagte sie am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur AFP. "Marode Brücken, Schienen und Energienetze lassen sich nicht einfach mal zwischen Weihnachten und Ostern reparieren." Derzeit würden gerade Versäumnisse mehrerer Jahrzehnte nachgeholt.

Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an

Die hohen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs haben die Diskussion um die EU-Klimapolitik angeheizt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen am Dienstag in Brüssel den europäischen Emissionshandel (ETS), den eine Reihe von Staaten wegen der Kosten für die Industrie abschwächen will. Die EU-Kommission will in den kommenden Monaten Änderungen vorlegen, die aber erst langfristig einen Effekt hätten.

Textgröße ändern: