Pallade Veneta - Gemeinnützige Energieberatung warnt vor "Kostenfalle" bei fossilen Heizungen

Gemeinnützige Energieberatung warnt vor "Kostenfalle" bei fossilen Heizungen


Gemeinnützige Energieberatung warnt vor "Kostenfalle" bei fossilen Heizungen
Gemeinnützige Energieberatung warnt vor "Kostenfalle" bei fossilen Heizungen / Foto: Christof STACHE - AFP

Das Heizen mit einer Gas- oder Ölheizung wird nach einer Berechnung der gemeinnützigen Energieberatung CO2online deutlich teurer als mit klimafreundlichen Alternativen wie Wärmepumpen. Über einen Zeitraum von 20 Jahren entstünden "Mehrkosten von bis zu 42.000 Euro", teilte CO2online am Mittwoch mit. Die Gründe dafür sind demnach steigende CO2-Preise, höhere Netzkosten sowie die vorgeschriebenen Beimischungen im Rahmen der sogenannten Biotreppe.

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"Zu oft liegt bei der Heizungswahl der Fokus auf den Anschaffungskosten", erklärte die Geschäftsführerin von CO2online, Tanja Loitz. Entscheidender seien jedoch die Gesamtkosten über die Lebensdauer, fügte sie hinzu.

Nach der aktuellen Heizkostenprognose der Energieberatung fallen mit Blick auf die langfristigen Heizkosten bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zwischen 2026 und 2045 rund 24.500 Euro an. Eine Gasheizung verursache im selben Zeitraum dagegen rund 55.600 Euro, "eine Ölheizung sogar rund 67.200 Euro Heizkosten", erklärte CO2online.

"Unsere Berechnung zeigt, dass fossile Heizungen für Haushalte zur Kostenfalle werden", warnte Loitz. Davor schütze auch die sogenannte Biotreppe nicht. Diese sieht den aktuellen Regierungsplänen zufolge vor, dass neu eingebaute Öl- und Gasheizungen ab 2029 stufenweise mit einem wachsenden Anteil biogener Brennstoffe betrieben werden, also mit Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff.

Nach Angaben von CO2online verteuern die vorgesehenen Beimischungen das fossile Heizen gar, "da Brennstoffe, wie Biomethan, Wasserstoff und Bio-Heizöl, teuer und nur begrenzt verfügbar sind". Mit Biomethan steigen die Kosten einer Gasheizung im betrachteten Zeitraum demnach auf 65.100 Euro, mit Wasserstoff auf 66.500 Euro. Für Bio-Heizöl lägen derzeit keine belastbaren Langfristdaten vor, es sei jedoch "mit zusätzlichen Mehrkosten gegenüber klassischem Heizöl zu rechnen".

Für die Berechnung legte die gemeinnützige Energieberatung die Entwicklung der Heizkosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche auf Basis des aktuellen Heizspiegels und Energiepreisannahmen des Umweltbundesamtes zugrunde. Politische Rahmenbedingungen sowie globale Entwicklungen könnten die tatsächliche Kostenentwicklung jedoch verändern, erklärte CO2online.

Zugleich hob die Energieberatung hervor, dass Wärmepumpen "deutlich effizienter als fossile Heizungen" arbeiteten und sich die Kosten deutlich stabiler als bei fossilen Energieträgern entwickelten. Auch Fernwärme zeige in der Prognose vergleichsweise stabile Kosten. Pelletheizungen blieben günstiger als Öl und Gas, würden "langfristig aber ebenfalls teurer als Wärmepumpen".

A.Fallone--PV

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