Pallade Veneta - UN-Generalsekretär ruft KI-Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umweltbilanz auf

UN-Generalsekretär ruft KI-Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umweltbilanz auf


UN-Generalsekretär ruft KI-Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umweltbilanz auf
UN-Generalsekretär ruft KI-Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umweltbilanz auf / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der fatalen Umweltbilanz von Rechenzentren großer Tech-Unternehmen diese zur Transparenz und zum Umstieg auf erneuerbare Energien aufgerufen. "Das Klimachaos beschleunigt sich vor unseren Augen", sagte Guterres am Dienstag bei der Londoner Klima-Aktionswoche. Angesichts des massiv steigenden Verbrauchs fossiler Energien von Unternehmen der Künstlichen Intelligenz (KI) sollten diese ihre Umweltbilanz "offen legen".

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Für KI-Unternehmen und digitale Dienste werden riesige Serverhallen benötigt, die sogenannten Rechenzentren. Diese verursachen einen wachsenden Energie-, Wasser- und Flächenverbrauch und belasten damit die Umwelt.

Einer UN-Studie zufolge verbrauchten Rechenzentren weltweit im Jahr 2025 so viel Strom, dass sie, wenn sie ein einzelnes Land wären, beim Energieverbrauch hinter Frankreich auf Platz elf rangieren würden. Bis 2030 könnten alle Rechenzentren zusammen so viel Strom verbrauchen, dass sie bei diesem Rechenmodell auf Platz sechs wären.

Guterres rief die großen KI-Unternehmen auf, die Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeit zu messen, offenzulegen und sich zu verpflichten, ihre Rechenzentren bis 2030 mit erneuerbarer Energie zu betreiben. "Es ist an der Zeit, reinen Tisch zu machen", sagte Guterres. "Wenn KI dazu beitragen soll, eine bessere Zukunft zu gestalten, muss sie ehrlich darüber sein, was sie uns jetzt kostet."

Die Bemühungen, die weltweiten Emissionen bis 2050 auf eine Netto-Null zu begrenzen, seien "gefährlich" vom Kurs abgekommen, warnte Guterres in London, während eine Hitzewelle Westeuropa im Griff hielt. Der UN-Generalsekretär erinnerte an das Pariser Klima-Abkommen, das vorsieht, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Nach den wissenschaftlichen Prognosen könnte dieser Schwellenwert jedoch bereits im Jahr 2030 überschritten werden.

U.Paccione--PV

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