Pallade Veneta - Neue Hitzekorde in Deutschland - Abkühlung aber in Sicht

Neue Hitzekorde in Deutschland - Abkühlung aber in Sicht


Neue Hitzekorde in Deutschland - Abkühlung aber in Sicht

Die Hitzewelle in Deutschland hat am Wochenende neue Hitzerekorde gebracht - mittlerweile ist aber eine spürbare Abkühlung in Sicht. Am Samstag wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mit 41,5 Grad Celsius in Drewitz in Sachsen-Anhalt die höchste Tagestemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen, in der Nacht zu Sonntag im sächsischen Kubschütz mit 29,4 Grad die höchste nächtliche Mindesttemperatur. Ab Sonntagabend sollten verbunden mit Gewittern die Temperaturen allmählich abkühlen.

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Die Hitzewelle ist die historisch längste in Deutschland bisher. Der DWD warnte auch für Sonntag vor extremer Hitze. Die Hitzewelle verlagert sich demnach zunehmend nach Osten, in der Lausitz könnten Sonntag womöglich bis zu 42 Grad erreicht werden. Ab Montag soll es sich deutschlandweit abkühlen, die Temperaturen sollen dann die kommenden Tage nahezu überall unter 30 Grad sinken.

Die 41,5 Grad in Drewitz im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt waren die höchste je gemessene Temperatur in Deutschland. Wie ein DWD-Sprecher sagte, gab es daneben am Samsag noch mehrere weitere Wetterstationen, an Werte über 41Grad gemessen wurden. Die 29,4 Grad Nachttemperatur in Kubschütz im ostsächsischen Kreis Bautzen lagen deutlich über der bis dahin heißesten Nacht, im August 2003 waren in Weinbie in Rheinland-Pfalz 27,2 Grad nicht unterboten worden.

Hitzerekorde gab es auch in anderen europäischen Staaten. In Tschechien wurden in der Nähe von Prag 40,8 Grad gemessen, in der Schweiz gab es mit 39 Grad einen Juni-Hitzerekord. In Dänemark wurde nördlich von Aarhus mit 37 Grad ein Hitzerekord gemessen. Das Extremwetter führt europaweit auch zu vermehrten Todesfällen. Allein in Frankreich gab es seit Mittwoch statistische etwa 1000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde starben vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren.

In Deutschland wurden vorsorglich wegen der Hitze zahlreiche Veranstaltungen und Sportwettbewerbe abgesagt. Dennoch waren die Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehr unter hoher Belastung. In Köln etwa meldete die Stadtverwaltung, der Rettungsdienst der Feuerwehr befinde sich an seiner Kapazitätsgrenze. In Essen erhöhte die Stadt wegen deutlich gestiegener Einsatzzahlen die Zahl der Einsatzkräfte.

In Dresden berichtete die Feuerwehr von einer Rekordbelastung - mit 318 Einsätzen sei der Samstag der einsatzstärkste Tag des Jahres gewesen. Auch in zahlreichen anderen Städten berichteten die Verantwortlichen von extremen Belastungen ihrer Rettungskräfte und hitzebedingten Sondereinsätzen. So musste etwa im badischen Weingarten ein Gastank von der Feuerwehr gezielt entleert werden, weil das Sicherheitsventil des Tanks wegen der hohen Temperaturen immer wieder auslöste und Gas in die Umgebung abgab.

Als Folge der extremen Wetterlage gab es auch weiter hohe Belastungen für die Infrastruktur. Die Deutsche Bahn rief bundesweit dazu auf, auf nicht dringend notwendige Reisen zu verzichten. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen war der Zugverkehr stark beeinträchtigt. In Leipzig und Nürnberg stellten die lokalen Verkehrsbetreiber den Betrieb ihrer Straßenbahnlinien vollständig ein - Grund waren Hitzeschäden.

A.Rispoli--PV

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