Pallade Veneta - Dritter Tag mit Temperaturrekord in Folge - Hitzewelle in Deutschland geht zuende

Dritter Tag mit Temperaturrekord in Folge - Hitzewelle in Deutschland geht zuende


Dritter Tag mit Temperaturrekord in Folge - Hitzewelle in Deutschland geht zuende

Die Hitzewelle in Deutschland hat am Wochenende neue Hitzerekorde gebracht - mittlerweile ist aber eine spürbare Abkühlung in Sicht. Am Sonntag wurde mit 41,7 Grad den dritten Tag in Folge eine neue Höchsttemperatur gemessen. Vielerorts waren Rettungskräfte und Feuerwehr im Dauereinsatz. Am Abend sollen die Temperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes verbunden mit Gewittern dann allmählich sinken.

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Der neue Höchstwert 41,7 Grad wurde gegen 16.00 Uhr im brandenburgischen Coschen an der polnischen Grenze gemessen. Am Freitag war ein erster Höchstwert mit 41,3 Grad in Saarbrücken verzeichnet worden, am Samstag dann mit 41,5 Grad in Drewitz, Sachsen-Anhalt.

In der Nacht zu Sonntag wurde zudem im sächsischen Kubschütz mit 29,4 Grad die höchste nächtliche Mindesttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet. Dieser Höchstwert im ostsächsischen Kreis Bautzen lag deutlich über der bis dahin heißesten Nacht: Im August 2003 waren in Weinbie in Rheinland-Pfalz 27,2 Grad nicht unterboten worden.

Der DWD selbst spricht bei diesen Zahlen nicht von "Rekorden", da die Werte noch vorläufig sind. "Eine Qualitätskontrolle dieser Messwerte ist noch nicht erfolgt und wird noch vorgenommen", erklärte der Dienst. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte erst nach dem Wochenende vorliegen.

Neue Höchstwerte gab es auch in anderen europäischen Staaten. Tschechien verzeichnete den zweiten Tag in Folge einen neuen Hitzerekord. Die Wetterstation in Doksany, nördlich von Prag, meldete 41,1 Grad. In der Schweiz gab es mit 39 Grad einen Juni-Hitzerekord. In Dänemark wurde nördlich von Aarhus mit 37 Grad ein Hitzerekord gemessen.

Das Extremwetter führt europaweit auch zu vermehrten Todesfällen. Allein in Frankreich gab es seit Mittwoch statistische etwa 1000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde starben vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren.

In Deutschland wurden vorsorglich wegen der Hitze zahlreiche Veranstaltungen und Sportwettbewerbe abgesagt. Dennoch waren die Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehr unter hoher Belastung. In Köln etwa meldete die Stadtverwaltung, der Rettungsdienst der Feuerwehr befinde sich an seiner Kapazitätsgrenze. In Essen erhöhte die Stadt wegen deutlich gestiegener Einsatzzahlen die Zahl der Einsatzkräfte.

In Rheinland-Pfalz wurde ein Dorf wegen eines Waldbrandes evakuiert. Ein am Samstagnachmittag auf einer Fläche von rund zwei Hektar ausgebrochenes Feuer bei Traisen sei nicht unter Kontrolle, teilte der Kreis Bad Kreuznach mit. Der Brand wütet demnach in einem steilen, schwer zugänglichen Waldgebiet. Außerdem befinden sich dort Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, weshalb nicht alle Bereiche betreten werden können.

In Dresden berichtete die Feuerwehr von einer Rekordbelastung - mit 318 Einsätzen sei der Samstag der einsatzstärkste Tag des Jahres gewesen. Auch in zahlreichen anderen Städten berichteten die Verantwortlichen von extremen Belastungen ihrer Rettungskräfte und hitzebedingten Sondereinsätzen. So musste etwa im badischen Weingarten ein Gastank von der Feuerwehr gezielt entleert werden, weil das Sicherheitsventil des Tanks wegen der hohen Temperaturen immer wieder auslöste und Gas in die Umgebung abgab.

Als Folge der extremen Wetterlage gab es auch weiter hohe Belastungen für die Infrastruktur. Die Deutsche Bahn rief bundesweit dazu auf, auf nicht dringend notwendige Reisen zu verzichten. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen war der Zugverkehr stark beeinträchtigt. In Leipzig und Nürnberg stellten die lokalen Verkehrsbetreiber den Betrieb ihrer Straßenbahnlinien vollständig ein - Grund waren Hitzeschäden.

D.Vanacore--PV

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