Pallade Veneta - "Historische" Hitze zieht ab: Wetterumschwung bringt Gewitter von Westen

"Historische" Hitze zieht ab: Wetterumschwung bringt Gewitter von Westen


"Historische" Hitze zieht ab: Wetterumschwung bringt Gewitter von Westen
"Historische" Hitze zieht ab: Wetterumschwung bringt Gewitter von Westen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die große Hitzewelle ist für den Großteil Deutschlands erst einmal vorbei. Von Westen und Südwesten ziehen am Montag Gewitter in Richtung Nordosten, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Die Kaltfront eines Tiefs bei Island greife auf Deutschland über, etwas kühlere und trockenere Luft fließe ein.

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Im Bereich der Gewitter kann es demnach Starkregen und Sturmböen geben, auch Hagel schloss der Wetterdienst nicht aus. Im Osten und Süden bleibe es dagegen vorerst noch schwül und warm bis heiß. In der Nacht zum Dienstag sollen die Gewitter dann im Osten abziehen, für den Süden werden örtlich kräftige Gewitter erwartet.

Die Höchsttemperaturen liegen am Montag bei 29 Grad Celsius, im Osten und Südosten kann es bis zu 32 Grad warm werden. Für den Dienstag erwartet der Wetterdienst 25 bis 30 Grad für den Großteil des Landes. Im Südwesten könne es bis zu 32 Grad warm werden, im äußersten Norden werden dagegen nur 21 bis 25 Grad erwartet.

In einer ersten Zwischenbilanz der "historischen Hitzewelle" sprach der Wetterdienst am Sonntag von einem Extremereignis. "Noch nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es in Deutschland, aber auch in vielen Teilen von Europa, eine solch lange und intensive Hitzewelle so früh im Sommer gegeben", teilte er mit. In einigen Regionen habe sie elf Tage angehalten.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern war in der vergangenen Woche zu dem Ergebnis gekommen, dass die Extremtemperaturen mit dem Klimawandel zusammenhängen. Sie wären laut der Forschungsgruppe World Weather Attribution zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

In Europa wurden wegen der anhaltenden Hitze hunderte zusätzliche Todesfälle gemeldet. Frankreich etwa verzeichnete etwa tausend zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten. Bei Badeunfällen starben in Westeuropa dutzende Menschen, auch in Deutschland gab es Tote.

Auch die Infrastruktur leidet unter den Extremtemperaturen. So fielen in Deutschland zahlreiche Züge aus, Autobahnen mussten teils wegen aufplatzender Fahrbahnen gesperrt werden. Hinzu kamen Stromausfälle und Waldbrände, die zum Teil noch nicht gelöscht sind. Mehrere Festivals und andere Veranstaltungen mussten abgesagt oder abgebrochen werden.

M.Romero--PV

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