Pallade Veneta - Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien

Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien


Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien

Bei dem Waldbrand im Süden Spaniens mit mindestens zwölf Todesopfern hat die Feuerwehr am Samstag die Oberhand gewonnen. Erstmals seit dem Ausbruch am Donnerstag seien im Kampf gegen einen der tödlichsten Waldbrände in der neueren Geschichte Spaniens Löscharbeiten im "Angriffsmodus" möglich, sagte der andalusische Katastrophenschutzminister Antonio Sanz. Dazu trugen auch bessere Wetterbedingungen bei. Den Flammen entkommene Menschen schilderten Szenen des Schreckens.

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Durch das Feuer in der südspanischen Provinz Almería, die zur Autonomen Gemeinschaft Andalusien gehört, wurden in einem schwer zugänglichen Gebiet mit steilen Schluchten bereits 6600 Hektar Land zerstört. Bislang hätten das Wetter und die Brandlage nur einen "defensiven" Einsatz zugelassen, sagte Katastrophenschutzminister Sanz. Mittlerweile habe sich die Lage aber zum Besseren entwickelt. "Wir können den heutigen Tag mit besseren Aussichten als gestern angehen", sagte der andalusische Regierungsvertreter.

Das Feuer war nach Angaben der andalusischen Regionalregierung am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos ausgebrochen. Das betroffene Gebiet ist bei Touristen beliebt und liegt nordöstlich der Hafenstadt Almería. Durch das Feuer kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, sie wurden von den Flammen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen.

Nach Angaben der Behörden handelte es sich bei den Todesopfern um Menschen verschiedener Nationen, die sich im Dorf Bédar aufgehalten hatten. In der Gegend leben viele Ausländer, insbesondere Briten. Angaben zur Identität der Opfer und ihren Staatsbürgerschaften machten die Behörden aber zunächst nicht.

Einige der Todesopfer hatten sich den Angaben zufolge nicht an die Anordnungen der Behörden gehalten, auf welchem Weg sie aus dem Brandgebiet fliehen oder wo sie Schutz suchen sollen, wenn eine Flucht nicht mehr möglich ist.

In der Nacht zum Samstag wurden laut Minister Sanz keine weiteren Todesopfer gefunden. Demnach wurden sieben offizielle Vermisstenanzeigen gestellt.

Im Kampf gegen die Flammen waren weiter etwa 500 Feuerwehrleute sowie Soldaten und mehr als 20 Löschflugzeuge im Einsatz. Etwa 1500 Menschen wurden aus dem Gebiet in Sicherheit gebracht.

Eine von ihnen war die 72-jährige Manoli Ramos. "Wir waren total in Panik. Wir konnten die Flammen sehen. Es war schrecklich", schilderte sie der Nachrichtenagentur AFP die Lage in ihrem Heimatdorf Bédar, die sie mit der "Hölle" verglich.

Der 87 Jahre alte Brite Austin Crilly sagte AFP, er habe plötzlich eine "riesige schwarze Wolke" gesehen und sich deswegen in seinem Haus verschanzt. "Dann, fünf Minuten später, wurde an die Tür gehämmert. Sie haben gesagt 'Nehmen Sie Ihr Geld, nehmen Sie Ihre Bankkarten und raus mit ihnen'", berichtetet Crilly.

Es gebe derzeit keine Hinweise auf weitere Todesopfer, sagte Sanz. "Die Guardia Civil hat alle Gebiete durchkämmt und uns mitgeteilt, dass sie keine weitere Person gefunden hat." Dies könne sich allerdings noch ändern, fügte der Minister hinzu.

Ursache des Brandes war womöglich eine abgerissene Stromleitung, die in ausgetrocknete Vegetation fiel. Spanien ist stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen, was Brände begünstigt.

S.Urciuoli--PV

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