Pallade Veneta - Bericht: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro

Bericht: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro


Bericht: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro
Bericht: Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro / Foto: David GANNON - AFP

Die Hitzewelle im Juni ist der deutschen Wirtschaft einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen gekommen. Die zweiwöchige Hitzeperiode habe die Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet, berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Berechnungen des Beratungsunternehmens Prognos. Den größten Anteil trug demnach das verarbeitende Gewerbe mit rund 1,9 Milliarden Euro, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel.

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Wie das "Handelsblatt" ausführte, beziffert die Analyse erstmals die volkswirtschaftlichen Schäden einer kurzen Hitzeperiode für einzelne Branchen. Prognos zufolge entstünden 97 Prozent der Schäden durch sinkende Produktivität der Beschäftigten, nicht durch Maschinenausfälle oder Lieferkettenprobleme, berichtete die Zeitung.

"Die 6,3 Milliarden Euro sind sogar noch eher eine Untergrenze", zitierte das "Handelsblatt" den Prognos-Experten Lukas Sander. Weitere Kosten etwa durch höhere Energiepreise seien in der Berechnung noch nicht erfasst.

Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Manfred Fischedick, sieht in den Ergebnissen ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort. "Wir diskutieren intensiv über Wettbewerbsfähigkeit und Konkurrenz aus China. Gleichzeitig verlieren wir in den Sommermonaten immer häufiger Produktivität durch Hitze. Diese beiden Debatten gehören zusammen“, sagte er dem "Handelsblatt".

Wie die Zeitung weiter berichtete, bestätigten mehrere Unternehmen zusätzliche Kosten durch Kühlung, angepasste Arbeitszeiten und Schutzmaßnahmen für Beschäftigte.

Im Mai hatte bereits der Kreditversicherer Allianz Trade mitgeteilt, dass in Deutschland Milliardenbelastungen durch extreme Hitze drohten. Ab Temperaturen von 30 Grad Celsius sinke die Produktivität um etwa drei Prozent pro zusätzlichem Grad, während parallel dazu die Energiekosten wegen eines höheren Kühlbedarfs um etwa 1,2 Prozent pro Grad stiegen. Folgen haben die wirtschaftlichen Einbußen demnach auch für den Staat: durch sinkende Steuereinnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben etwa für Gesundheit, Infrastruktur und soziale Sicherungssysteme.

H.Ercolani--PV

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