Pallade Veneta - Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen

Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen


Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen
Ökonom: Niedrigwasser könnte Wirtschaftswachstum zunichte machen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Das Niedrigwasser in deutschen Flüssen könnte nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zunichte machen. Ein "längerer Ausfall der Schiffbarkeit auf dem Rhein könnte das ganz klitzekleine Pflänzchen Wachstum, das wir haben, komplett ersticken", sagte IW-Ökonom Thilo Schäfer der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Demnach könnte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wegen des Niedrigwassers um 0,4 Punkte niedriger ausfallen als bisher erwartet.

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"Das hatten wir schon einmal 2018. Damals haben Kolleginnen und Kollegen ausgerechnet, dass etwa 0,4 Prozent des Wirtschaftswachstums betroffen waren", sagte Schäfer weiter. "Das ist eine Größenordnung, wo wir uns im Moment überhaupt, wenn es gut läuft, befinden."

Das Niedrigwasser im Rhein hatte aufgrund von Hitze und Trockenheit am Wochenende in Köln, Bonn und weiteren Orten neue Tiefststände erreicht. Bei Niedrigwasser können deutlich weniger Waren transportiert werden, die Produktion in zahlreichen Branchen muss daher gedrosselt werden.

"Für die Wirtschaft bedeutet das echte Lieferengpässe, denn die Schiffe können schon seit einiger Zeit nur noch mit geringerer Beladung den Rhein runterfahren", sagte Schäfer der Zeitung. In Köln finde beispielsweise gar keine Schifffahrt mehr statt. "Das heißt, dass wichtige Waren für die Chemie, die Stahlindustrie, für Raffinerien nicht mehr an ihrem Bestimmungsort ankommen." Auch andere Flüsse sind derzeit von Niedrigwasser betroffen.

E.Magrini--PV

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