Pallade Veneta - Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben

Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben


Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben
Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben / Foto: Lionel BONAVENTURE - AFP

Wegen zu großer Unsicherheiten durch Hitze und Trockenheit hat das französische Landwirtschaftsministerium die traditionelle Prognose für die Weinernte verschoben. Die für gewöhnlich rund um den 7. August veröffentlichten ersten Schätzungen würden auf den 8. September gelegt, erklärte das Ministerium am Dienstag. Dann hätten die staatlichen Stellen einen "besseren Überblick über das Erntepotenzial".

Textgröße ändern:

In diesem Jahr hätten fast alle regionalen Stellen auf die große Unsicherheit für Prognosen verwiesen, erklärte das Ministerium. Ursache seien die "seit Ende Juni beobachteten außergewöhnlichen Wetterbedingungen" wie Hitzewellen und Trockenheit und andere Unwägbarkeiten wie Brände, Hagel und Gewitter. Die Auswirkungen all dieser Vorkommnisse auf die Reben und das Erntepotenzial seien "besonders schwer einzuschätzen".

Die Weinanbaugebiete Frankreichs stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen. In einigen Gegenden wie im Burgund und im Beaujolais kommt es zu einer frühen Lese, in anderen Orten reifen die Trauben hingegen verzögert oder weisen nur ein unterdurchschnittliches Gewicht auf.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: