Pallade Veneta - Auch im Westen wieder heißer: Hitze in Frankreich breitet sich wieder aus

Auch im Westen wieder heißer: Hitze in Frankreich breitet sich wieder aus


Auch im Westen wieder heißer: Hitze in Frankreich breitet sich wieder aus
Auch im Westen wieder heißer: Hitze in Frankreich breitet sich wieder aus / Foto: JOEL SAGET - AFP/Archiv

In Frankreich breitet sich erneut die Hitze aus. Seit Dienstagmittag galt für 43 der 101 Départements die zweithöchste Hitze-Warnstufe Orange, wie der Wetterdienst Météo-France mitteilte. Bis Mittwoch sollte die Zahl der betroffenen Départements demnach auf 67 steigen. Nach dem Südosten des Landes ist nun auch der Westen Frankreichs wieder stärker von hohen Temperaturen betroffen.

Textgröße ändern:

Mit dem Höhepunkt der aktuellen Hitze-Phase rechnet Météo-France "gegen Mitte der Woche". In den Départements mit Warnstufe Orange soll es dann zwischen 36 und 39 Grad heiß sein. Den Meteorologen zufolge handelt es sich nicht um eine neue Hitzewelle, sondern um die Folgen der dritten Hitzewelle dieses Sommers, die bereits am 28. Juli begonnen hatte und zumindest im Südosten das Landes weiter andauert. Sie weitet sich nun wieder aus.

"Die Hitze hört nicht auf", beklagte sich die 25-jährige Ayse Gurbuz, während sie in der ostfranzösischen Stadt Lyon auf einer Bank im Schatten saß. "Immer wenn man denkt, dass es zu Ende geht, fängt es wieder an", fügte die Studentin hinzu, die in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung lebt, in der sich die heiße Luft staut.

Europa ist der Kontinent, der sich im Zuge des globalen Klimawandels am stärksten erwärmt. Die Monate Juni und Juli waren in Westeuropa so heiß wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen, wie das EU-Beobachtungsprogramm Copernicus am Montag mitgeteilt hatte. Die hohen Temperaturen hatten schwere Waldbrände, Dürre und extrem niedrige Pegelstände bei Flüssen wie Rhein, Donau, Themse, Rhône oder Po zur Folge.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: