Pallade Veneta - Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen"

Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen"


Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen"
Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen" / Foto: NICOLAS LAMBERT - BELGA/AFP

Die belgische Feuerwehr ist nach Behördenangaben entschlossen, den Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn am Dienstag vollständig unter Kontrolle zu bringen. Wegen "problematischer Bedingungen" sei es am Montag nicht möglich gewesen den Ring um das Feuer komplett zu schließen, sagte Verwaltungssprecher Nicolas Yernaux am Dienstag. Dies solle nun am Dienstag versucht werden.

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Das Feuer breite sich - wenn überhaupt - nur noch geringfügig in Richtung der Grenze zu Deutschland aus, sagte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans. Yernaux erläuterte, es sei zwar Regen für die Region angekündigt, "aber auch ziemlich viel Wind". Wegen der Witterungsbedingungen sei unklar, inwieweit Löschflugzeuge und Hubschrauber weiter eingesetzt werden könnten. Meteorologen erwarten für Dienstag starken Wind mit einzelnen Böen aus Südwest - also in Richtung deutscher Grenze.

Die Einwohner des Dorfes Sourbrodt in der Gemeinde Weismes konnten am Montagabend in ihre Häuser zurückkehren. Für Teile der Gemeinde Bütgenbach galt weiter eine Evakuierungsanordnung.

Das Feuer im bei Wanderern und Fahrradfahrern beliebten Hohen Venn vernichtete seit Freitag rund 3000 Hektar Vegetation - das entspricht in etwa der Fläche der Nordseeinsel Borkum. Das Gebiet besteht aus sumpfigen Torfmooren und Kiefernwäldern. Torfbrände sind problematisch, weil das Feuer sich unterirdisch über mehrere Torfschichten verbreiten und über Jahre hinweg unentdeckt weiter schwelen kann.

Bei dem Feuer in dem Naturschutzgebiet an der Grenze zu Deutschland handelt es sich um den größten Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911. Im deutschen Eifelort Monschau mussten wegen des Brandes zeitweise zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden.

Belgien leidet in diesem Sommer wie große Teile Europas unter Hitze und Trockenheit. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

E.M.Filippelli--PV

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