Pallade Veneta - Schon mehr als 1100 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan

Schon mehr als 1100 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan


Schon mehr als 1100 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan
Schon mehr als 1100 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan / Foto: Shahid Saeed MIRZA - AFP

Bei den heftigen Überschwemmungen in Pakistan wird langsam das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich: Nach Angaben von Klimaministerin Sherry Rehman steht ein Drittel des Landes unter Wasser. Die Zahl der Todesopfer stieg bis Dienstag auf mehr als 1100. Nach Angaben der Regierung benötigt Pakistan umgerechnet mehr als zehn Milliarden Euro, um die beschädigte Infrastruktur zu reparieren und wieder aufzubauen. Die UNO startete einen Nothilfe-Aufruf und bat zunächst um 160 Millionen Euro.

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Durch ungewöhnlich heftige Monsun-Regenfälle sind in Pakistan seit Juni inzwischen gut 1130 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 33 Millionen Menschen und damit jeder siebte Einwohner sind den Behörden zufolge von den Überschwemmungen betroffen.

Das Ausmaß der Zerstörung in den Flutgebieten sei "überwältigend", sagte Klimaministerin Rehman. "Es ist alles ein großer Ozean." Planungsminister Ahsan Iqbal sagte, besonders in den Bereichen Telekommunikation, Straßen und Landwirtschaft seien massive Schäden entstanden. Über eine Million Häuser und zahlreiche landwirtschaftliche Flächen wurden zerstört oder schwer beschädigt, viele Straßen und Brücken wurden weggespült.

Im Süden und Westen Pakistans steht das Wasser teilweise so hoch, dass viele Menschen auf Hochstraßen oder Eisenbahnbrücken kletterten, um den Fluten zu entkommen. "Wir haben noch nicht einmal Platz, um Essen zu kochen. Wir brauchen Hilfe", sagte die Schülerin Rimsha Bibi, die in Dera Ghazi Khan in der Provinz Punjab auf Helfer wartete.

Premierminister Shehbaz Sharif sagte, derart heftige Regenfälle habe es in Pakistan in den vergangenen 30 Jahren nicht gegeben. Die Regierung in Islamabad hat bereits den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten. Erste Hilfsflüge trafen aus der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein, auch Länder wie Kanada, Australien und Japan sagten ihre Unterstützung zu.

Die UNO startete am Dienstag einen Aufruf zur Finanzierung von Nothilfe in Höhe von umgerechnet 160 Millionen Euro. Wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) in Genf mitteilte, sollen mit den Spendengeldern sechs Monate lang Notunterkünfte, Gesundheitsversorgung, Lebensmittel und Trinkwasser für 5,2 Millionen Menschen finanziert werden.

Die Monsun-Regenzeit dauert in Pakistan gewöhnlich von Juni bis September. Für die Landwirtschaft und die Wasservorräte spielt sie eine äußerst wichtige Rolle, doch immer wieder sorgt sie auch für verheerende Überschwemmungen.

Pakistan ist besonders anfällig für Klimaveränderungen. Es steht nach Angaben der deutschen Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch auf Platz acht der am stärksten von extremen Wetterereignissen bedrohten Länder.

O.Mucciarone--PV

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