Pallade Veneta - Hitzesommer: Schwache Kartoffelernte in diesem Jahr erwartet

Hitzesommer: Schwache Kartoffelernte in diesem Jahr erwartet


Hitzesommer: Schwache Kartoffelernte in diesem Jahr erwartet
Hitzesommer: Schwache Kartoffelernte in diesem Jahr erwartet / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Nach dem Rekordjahr 2025 wird die Kartoffelernte in Deutschland in diesem Jahr schwächer ausfallen. Ursache seien der verspätete Start der Pflanzung und die Hitze- und Dürreperioden im Sommer, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin am Montag mit. 2026 wird eine Ernte von 10,4 Millionen Tonnen erwartet; im vergangenen Jahr wurden 13,9 Millionen Tonnen eingefahren - es war die größte Ernte seit 1990.

Textgröße ändern:

Der Ertrag pro Hektar in diesem Jahr war wegen des Hitzesommers deutlich niedriger: Er lag bei 38 Tonnen pro Hektar und lag damit auch deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Dazu kommt, dass auch die Anbaufläche schrumpfte, und zwar um elf Prozent im Vorjahresvergleich. Die meisten Kartoffeln werden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern angebaut.

Das Landwirtschaftsministerium rechnet mit "mittelfristig stabilen" Kartoffelpreisen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Es führt den seit Jahren hohen Selbstversorgungsgrad und ein sich abzeichnendes ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage an.

L.Barone--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: