Pallade Veneta - EU mahnt Tiktok-Chef zur Achtung von Datenschutzrecht

EU mahnt Tiktok-Chef zur Achtung von Datenschutzrecht


EU mahnt Tiktok-Chef zur Achtung von Datenschutzrecht
EU mahnt Tiktok-Chef zur Achtung von Datenschutzrecht / Foto: MARIO TAMA - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Die Europäische Union hat den Onlinedienst Tiktok aufgefordert, EU-Datenschutzregeln zu achten und die Sicherheit der Nutzerdaten von Europäern zu gewährleisten. Sie baue darauf, dass Tiktok "sich bei der Achtung der EU-Gesetze und dem Wiedererlangen des Vertrauens europäischer Behörden ins Zeug legt", erklärte Vizekommissionspräsidentin Vera Jourova am Dienstag nach einem Treffen mit Tiktok-Chef Shou Zi Chew in Brüssel.

Textgröße ändern:

Es dürfe keinen Zweifel daran geben, dass "die Daten von Nutzern in Europa sicher sind" und nicht dem illegalen Zugriff durch Behörden in Drittländern ausgesetzt seien, schrieb Jourova im Onlinedienst Twitter. An dem Treffen mit Chew nahmen EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, Innenkommissarin Ylva Johansson und EU-Justizkommissar Didier Reynders teil. Es war das erste offizielle Treffen zwischen EU-Vertretern und dem Chef der Videoplattform.

Tiktok gehört zum chinesischen Konzern Bytedance und ist mit einer Milliarde Nutzern weltweit besonders in der jüngeren Generation beliebt. Die Nutzer können kurze Videos erstellen: In den Clips wird getanzt, auch enthalten sie Parodien, Sketche oder Schönheitstipps.

Im November hatte Tiktok zugegeben, dass Mitarbeiter in China auf die Daten europäischer Nutzer zugreifen können. Chew habe jedoch versichert, dass das Unternehmen an einem "robusten" System für die Verarbeitung europäische Daten in Europa arbeite, erklärte ein EU-Sprecher.

Justiz-Kommissar Reynders erklärte, er habe auf darauf gepocht, wie wichtig es für Tiktok sei, die europäische Datenschutzgrundverordnung einzuhalten. Laut Jourova wird Tiktok zudem Ende Januar einen ersten Bericht zum Thema Desinformation übergeben.

Die irische Datenschutzbehörde ermittelt bereits wegen möglicher Verstöße gegen das EU-Datenschutzrecht gegen Bytedance. In den USA wird die App schon länger als potenzielles Sicherheitsrisiko angesehen. Ende Dezember verabschiedete der Kongress ein Gesetz, das es Regierungsbeamten verbietet, die App auf ihr Diensthandy herunterzuladen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus

Die Produktion im Baugewerbe hat im August stark angezogen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie nach vorläufigen Zahlen um 9,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich demnach leicht positiv, während die Energieproduktion zurückging. Das gesamte Produzierende Gewerbe steigerte seinen Output so um 2,0 Prozent.

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Textgröße ändern: