Pallade Veneta - EY: Startups erhielten 2022 deutlich weniger frisches Kapital als im Vorjahr

EY: Startups erhielten 2022 deutlich weniger frisches Kapital als im Vorjahr


EY: Startups erhielten 2022 deutlich weniger frisches Kapital als im Vorjahr
EY: Startups erhielten 2022 deutlich weniger frisches Kapital als im Vorjahr / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Die Finanzierung für deutsche Startups hat 2022 einen deutlichen Dämpfer erhalten. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr 9,9 Milliarden Euro an Investitionen in deutsche Jungunternehmen, wie die Unternehmensberatung EY am Mittwoch mitteilte. Das waren 43 Prozent weniger als 2021, allerdings war dieses auch ein "Rekordjahr" mit 17,4 Milliarden Euro an frischem Kapital. Daher war 2022 noch immer das zweiterfolgreichste Jahr seit Beginn der Erhebung 2015.

Textgröße ändern:

EY erklärte den Rückgang unter anderem mit weniger Großabschlüssen, also solchen, die einen Umfang von mehr als 50 Millionen Euro haben. Davon gab es im vergangenen Jahr nur 37, im Jahr davor waren es noch 72. Insgesamt sank die Zahl der Deals von 1160 auf 1008 im vergangenen Jahr. EY untersuchte solche Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind.

Trotz geopolitischer Herausforderungen, steigender Zinsen und hoher Kosten werde "weiter investiert", erklärte EY, wenn auch weniger Geld und unter anderen Voraussetzungen. Demnach änderten sich zum Teil die Rahmenbedingungen und Investoren schauten genauer auf die Rentabilität eines Unternehmens.

Berlin führte weiter das Länder-Ranking an: Allein 4,9 Milliarden Euro flossen im vergangenen Jahr an junge Unternehmen aus der Hauptstadt. Dahinter folgen Bayern mit 2,4 Milliarden Euro und mit deutlicherem Abstand Baden-Württemberg (646 Millionen Euro) und Hamburg (547 Millionen Euro).

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus

Die Produktion im Baugewerbe hat im August stark angezogen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie nach vorläufigen Zahlen um 9,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich demnach leicht positiv, während die Energieproduktion zurückging. Das gesamte Produzierende Gewerbe steigerte seinen Output so um 2,0 Prozent.

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Textgröße ändern: