Pallade Veneta - Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau

Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau


Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau
Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau / Foto: Michael M. Santiago - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Trotz der diversen Krisen hat die Zahl der Aktionäre in Deutschland im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. 12,9 Millionen Menschen hatten Geld in Aktien, Aktienfonds oder ETFs angelegt, erklärte das Deutsche Aktieninstitut am Dienstag. Das seien etwas mehr als im bisherigen Rekordjahr 2001 gewesen und rund 830.000 mehr Menschen als im Vorjahr. 18,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren sind demnach am Aktienmarkt aktiv.

Textgröße ändern:

Börsenkurse weltweit waren im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der darauffolgenden Energie- und Inflationskrise eingebrochen. "Neuaktionäre haben die Kurskorrekturen für den Einstieg in den Aktienmarkt genutzt, während erfahrene Anlegerinnen und Anleger investiert blieben", erklärte Christine Bortenlänger, Geschäftsführerin des Deutschen Aktieninstituts (DAI).

Laut Institut sind besonders junge Menschen zunehmend an der Börse aktiv: Rund 600.000 junge Erwachsene unter 30 Jahren "wagten sich auf das Börsenparkett", ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - der stärkste Anstieg im Vergleich aller Altersgruppen.

Aktienbasierte Fonds und ETFs sind den Angaben zufolge die beliebteste Anlageform. 7,6 Millionen Menschen legten ausschließlich darin Geld an. 2,9 Millionen Anleger kombinierten Fonds mit Einzelaktien, 2,4 Millionen kauften ausschließlich Aktien. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung bekannter Indizes abbildet.

Nach wie vor interessieren sich Männer deutlich häufiger für Aktienanlagen als Frauen: "Nur ein Drittel der Menschen, die in Deutschland mit Aktien sparen, ist weiblich", erklärte das DAI. 2022 entschieden sich aber mehr Frauen als Männer neu für Aktien, Fonds oder ETFs - es stand 482.000 zu 338.000.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein

Der irische Billigflieger Ryanair zieht sich von einem weiteren Standort in Deutschland zurück: Die Fluggesellschaft stelle den Betrieb am Flughafen Bremen ein, erkläre die Landesregierung der Hansestadt am Mittwoch. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) warf dem Unternehmen vor, in den Verhandlungen über die Flughafengebühren überzogene Forderungen gestellt zu haben.

KI-gestützte Angriffe: Deutsche Unternehmen bislang schlecht gerüstet

Cyberangriffe mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) stellen die deutschen Unternehmen vor große Herausforderungen. Nur jedes zehnte Unternehmen sei gegen KI-gestützte Angriffe gerüstet, teilten der TÜV-Verband und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Mittwoch mit. Dabei habe in den vergangenen zwölf Monaten bereits jedes sechste Unternehmen in Deutschland (17 Prozent) einen Cyberangriff oder Betrugsversuch registriert, bei dem KI eine Rolle gespielt hat oder dies vermutet wird.

Übernahme von Warner Bros durch Paramount vollzogen

Die Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance ist vollzogen. Das dadurch neu entstandene Unternehmen Skydance vereint nun die Filmstudios Paramount Pictures und Warner Bros. Pictures, die Medienunternehmen CBS News und CNN sowie die Streaming- und Fernsehmarken HBO und CBS television. Viele Mitarbeiter in den Unternehmen fürchten nun um ihre Jobs, zudem besteht Sorge um die politische Unabhängigkeit der Medien.

Neue Strategie: Porsche will weniger Autos verkaufen - aber dafür teurer

Der kriselnde Sportwagenbauer Porsche will mit einer neuen Strategie wieder auf die Überholspur kommen. Ziel sei es, die Autos "noch exklusiver und begehrenswerter zu machen", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Wie Porsche im baden-württembergischen Weissach bei der Vorstellung seiner neuen Strategie 2035 ausführte, soll die Gewinnschwelle künftig bereits bei weniger als 200.000 Fahrzeugen erreicht werden.

Textgröße ändern: