Pallade Veneta - Süßwarenindustrie erzielt 2022 Produktions- und Umsatzplus

Süßwarenindustrie erzielt 2022 Produktions- und Umsatzplus


Süßwarenindustrie erzielt 2022 Produktions- und Umsatzplus
Süßwarenindustrie erzielt 2022 Produktions- und Umsatzplus / Foto: LOUAI BESHARA - AFP/Archiv

Die deutsche Süßwarenindustrie hat im vergangenen Jahr Produktion und Umsatz steigern können - das jedoch verstelle den Blick auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Unternehmen, erklärte der Branchenverband am Dienstag. Demnach lag die Produktion von Schokolade, Bonbons und Knabberartikeln im vergangenen Jahr 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und der Umsatz stieg um 6,5 Prozent. Das aber decke die Mehrkosten "nur teilweise" ab.

Textgröße ändern:

Die über 200 Firmen der Branche hätten vergangenes Jahr eine "seit dem zweiten Weltkrieg noch nie dagewesene Spirale" an Kostensteigerungen und Lieferkettenproblemen erlebt, erklärte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Das werde für die Firmen zunehmend zur Standortentscheidung oder gar Existenzfrage.

Nicht nur die hohen Energiepreise und Rohstoffkosten, auch grundsätzliche hohe Belastungen seien dabei ein Faktor, etwa "Arbeitskosten, Steuern, die Dauer von Genehmigungsverfahren, der schleppende Breitbandausbau und Bürokratiebelastungen", zählte der Verband auf. Außerdem leide auch die Süßwarenbranche mit ihren rund 60.000 Beschäftigten an einem hohen Fachkräftemangel.

Nach Angaben des Verbands berichten 84 Prozent der Unternehmen von "massiven Problemen" mit der Besetzung von Stellen für einfache Tätigkeiten, für die keine Ausbildung nötig ist. Mehr als die Hälfte der Firmen hat Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Kabinett: Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können

Die staatliche Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können. Einen entsprechenden Entwurf von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für eine neue Finanzierungsstruktur segnete das Bundeskabinett am Mittwoch ab. Damit würden "notwendige Sanierungen und wichtige Neubauprojekte verlässlicher und schneller umgesetzt", erklärte Bilger. "Ab 2027 wird die Autobahn GmbH begrenzt kreditfähig, ab 2028 erhält sie einen Anteil aus der Lkw-Maut." Auch soll künftig verstärkt privates Kapital zum Einsatz kommen können.

Rubio: Iran kontrolliert Straße von Hormus nicht mehr vollständig

Der Transport von Öl durch die seit Monaten vom Iran blockierte Straße von Hormus hat sich nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder weitgehend normalisiert. "Es wird derzeit fast genauso viel Öl durch sie hindurch geschleust wie vor Beginn dieses Konflikts. Sie haben also die vollständige Kontrolle über die Meerenge verloren", sagte Rubio am Mittwoch bei einem Besuch in der griechischen Hauptstadt Athen.

Mehr Schutz für Opfer digitaler Gewalt: Kabinett beschließt Gesetz

Die Herstellung pornografischer Deepfakes und andere Formen digitaler Gewalt sollen künftig geahndet werden können. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf, mit dem entsprechende Strafbarkeitslücken geschlossen werden sollen. Dabei geht es vor allem um bildbasierte sexualisierte Gewalt wie das Herstellen und Verbreiten von sexualisierten Deepfakes oder das heimliche Herstellen intimer Bildaufnahmen, zum Beispiel in der Sauna.

Textgröße ändern: