Pallade Veneta - IW: Norden Deutschlands erhält die meisten EU-Agrarsubventionen

IW: Norden Deutschlands erhält die meisten EU-Agrarsubventionen


IW: Norden Deutschlands erhält die meisten EU-Agrarsubventionen
IW: Norden Deutschlands erhält die meisten EU-Agrarsubventionen / Foto: Yann Schreiber - AFP/Archiv

In die Landkreise im Norden Deutschlands fließen höhere EU-Agrarsubventionen als in die anderen Landesteile. Ausreißer dabei ist allerdings der Landkreis Sömmerda in Thüringen, wo die Bauern und Bäuerinnen 2021 mit rund 19.800 Euro pro Quadratkilometer gemessen an der Fläche des Landkreises die höchsten Subventionen bekamen, wie eine am Donnerstag vorgestellte Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Die Agrarsubventionen sind einer der größten Posten im EU-Haushalt.

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Im ausgewerteten Jahr 2021 summierten sich die Beihilfen für Deutschland auf 6,7 Milliarden Euro, 2018 waren es noch 6,5 Milliarden Euro. Die Landwirte bekommen über die sogenannte Basisprämie einen festen Betrag pro Quadratkilometer und sie erhalten darüber hinaus eine Greening-Prämie, wenn sie Flächen klima- und umweltfreundlich bewirtschaften.

Im Jahr 2021 lagen außerdem die Landkreise Vechta und Wolfenbüttel in Niedersachsen und das Altenburger Land in Thüringen mit über 19.000 Euro an der Spitze des Rankings. Am unteren Ende lagen neben den meisten Kreisfreien Städten die Landkreise Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen und Sonneberg in Thüringen mit unter 4000 Euro an Subventionen pro Quadratkilometer.

Dass in den Norden höhere Summen fließen, liegt neben der Größe der Betriebe auch an Sondereffekten - so wird etwa auch der Deichbau gefördert, wovon Mecklenburg-Vorpommern profitiert. Zum Jahreswechsel setzt die EU auf ein neues Fördersystem, das die Basisprämie absenkt und ökologische Fragen mehr in den Vordergrund stellt.

A.Tucciarone--PV

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